Wartezeiten bei Ämtern und Behörden

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    • Wartezeiten bei Ämtern und Behörden

      Hallo alle zusammen!
      Ich habe mal eine Frage, die mich schon seit längerem interessiert...
      Für Beantragungen von Zuzahlungsbefreiungen bei der AOK, sitze ich zeitweise schon mal 40 Minuten und länger, um endlich "an der Reihe" zu sein.
      Leider unterscheidet man hier bei der AOK Plus nicht zwischen Hartz IV-Empfängern und Menschen, die sich eine derartige Wartezeit nicht leisten können.

      Was habt Ihr da für Erfahrungen mit den Ämtern, Kassen und Behörden gemacht?

      L.Gr. Micha
    • Re: Wartezeiten bei Ämtern und Behörden

      Hallo Micha!

      Oh ja... Das kenne ich nur zu gut! In der Geschäftsstelle Plauen muss ich teilweise 2 bis 3 Anläufe nehmen, um mal einen Zeitpunkt abzuwarten, wenn nur wenige Leute vor mir dran sind.
      Ich setzte mich grundsätzlich nicht in den Wartebereich, wenn es heißt: "Oh... Das dauert jetzt aber mal, bis sie drankommen können."
      Ich empfinde das auch als Frechheit, denn schließlich müssen wir doch Geld verdienen und werden nicht fürs Rumsitzen bezahlt.
      Ähnliches erlebe ich auch oft bei Ärzten!!!
      Da heißt es schon mal: "Es sind noch x Patienten vor ihnen dran, ehe sie wegen ihrem Klienten vorsprechen können."
      Argumentationen, von wegen: Meine Arbeitszeit, perlen bei den Sprchstundenhilfen ab, wie Wasser auf einem Lotosblatt. :twisted:

      Das nervt vielleicht!
    • es geht auch anders

      hallo,

      hatte am Montag Termin bei der ARGE. Brauchte bloß den Antrag samt Unterlagen abgeben. 'Nein, da müsste der Kollege erst drüber schauen, nehmen sie doch erst einmal draußen Platz'. Da saß schon einer und wartete. Und ich dann auch. Nach einer Viertelstunde bin ich dann rein, meinte, dass ich beruflich tätig sei, einen Termin habe und nicht in eigener Angelegenheit da wäre. 'Ja, dann füllen sie bitte erst einmal diesen Fragebogen aus'. Ich nahm wieder Platz, füllte den Fragebogen aus. 'Nein, der Antrag sei aber nicht der Richtige. ' 'Dann bitte geben sie mir den Richtigen und ich trage dieselben Daten in den erforderlichen ein. Der Sachverhalt ist eh recht einfach'. So langsam schwoll mir der Kamm. Die Sachbearbeiterin gut die Hälfte meiner Jahre als. Und ich holte dann mal den Juristen raus, von wegen Kenntnisnahme des Sachverhalts, formloser Antrag möglich und fristwahrend.
      Ich kam dann zum 'Kollegen' und der hatte leider einen Trumpf mehr. Da hat der Antragsteller leider ein Mopedche, 125er, gebraucht. Und jetzt müssen wir dessen Wert noch feststellen. Da es aber reparaturbedürftig ist, fragte ich dann, ob der negative Wert (Verkaufswert minus Reparaturkosten) von der ARGE erstattet würde. Kam nicht so gut. Und wer das Erziehungsgeld bezieht müssen wir auch noch klären. Wer kennt es nicht noch
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    • Re: Wartezeiten bei Ämtern und Behörden

      Hallo, alle miteinander - ich war ja nun lange nicht im Forum...
      Wer geht denn noch zu Ämtern? Porto ist zwar auch nicht billig -aber ich mache alles nur noch schriftl. Notfalls kann man es ja dort vor Ort in den Kasten werfen. Brief, Fax ,Mail - geht auch mit den Ämtern.

      Gruß Annette
    • Hallo Annette,

      hier und da gibt es Termine. Finde ich gut. Mitunter funktioniert es auch besser als beim Doc - mit einer Stunde Wartezeit trotz Termin. Entscheidend ist aber auch das Auftreten - ich wähle eine Mixtur aus Macho und Versteher - also das Gefühl zu vermitteln, viel Verständnis für die Nöte der SachbearbeiterInnen zu haben von wegen Stress, eigene Unsicherheit und und und, aber auch unberechenbar zu bleiben, ggfls. deren Schreibtisch aufzuräumen.

      Letztens meinte ein Abteilungsleiter bei der ARGE, aus den und den Gründen müsse der Antrag abgelehnt werden. Als ich ihm dann etwas 'erzählte' von wegen Fahrradfahrer - nach oben buckeln und nach unten treten und eine Dienstaufsichtbeschwerde sich in seiner Personalakte nicht so gut machen würde, wurde die Kommunikation etwas anders. Wichtig ist natürlich, bei einem ersten Anzeichen von Einlenken auch sogleich wieder soft aufzuspielen. So bin ich dann innerhalb eines Vormittags nach ganz oben gekommen. Der Leiter des gesamten Sozialbereichs machte mich zwar dann zum Schuljungen - kommt schon mal vor - konnte ihm in dem Moment auch nicht viel entgegen setzen, doch lieferte er mir in seinem Monolog ein wichtiges Argument auf einem Tablett. Dann per Mail bei der Sachbearbeiterin nachgehakt und auf die Argumentation ihres Chefs hingewiesen und die Belege beigefügt, kam zwei Tage der positive Bescheid, wenn auch unter Vorbehalt. Aber egal.

      Was ist sagen will, mit Telefon und Fax und Mail ist sicherlich viel Zeit zu sparen. Aber ab einem Punkt hilft nur die Auseinandersetzung Aug' in Aug' (und beim Zähnezeigen schön lächeln) und notfalls auch gleich mit dem Vorgesetzten oder Chef. Vor allem dann, wenn die Zeit wegläuft und es gilt, erheblichen Schaden von Betreuten abzuwenden. Notfalls ist da ja auch noch die Lokalredaktion. Auch wenn sich vielleicht in der Sache nicht viel ändert, die Öffentlichkeit am Tisch hat schon manche festgefahrene Angelegenheit wieder ans Laufen gebracht. Aber auf solche Argumente würde ich ausschließlich persönlich hinweisen, aber nicht per DFÜ (Datenfernübertragung).

      In diesem Sinn viel Erfolg weiterhin
      Heinz
    • hallo allseits,

      wenn es dann schriftlich geht, um so besser. Leider mache ich derzeit die Erfahrung, dass Anträge verschwinden oder nicht beantwortet werden, dass ein Antrag als nicht eingegangen im System vermerkt war, aber sich als unbearbeitet letztlich in der Akte befand, dass ein Antrag zwar eingegangen und abgeleht worden war, aber nicht mehr auffindbar war, dass ergänzende Unterlagen persönlich abgegeben dann doch unter Fristsetzung nachgefordert wurden und so weiter und so weiter.

      Was ich derzeit mit Jobcenter-ARGE erlebe ist das reine Chaos. In einer Angelegenheit wurde die Hartzleistung auf ein Sechstel gekürzt. Nach zwei Monaten und mehrmaligen persönlicher Vorstellung und Nachfragen wurde uns erklärt, dass die Gelder zwar vorhanden sind, aber weshalb si nicht freigegeben wurden, konnte uns die Sachbearbeiterin auch nicht sagen. Es habe ein Mitarbeiterinwechsel stattgefunden und die Neue müsse sich erst noch einarbeiten. Sie wird sich aber am Freitag - sprich gestern melden. Tat sie nicht. Am Montag sind wir beim Anwalt. Der hat bereits die Vorlage für die einstweilige Anordnung gezückt. Mal sehen, was ich vorab am Montag noch zu hören bekomme.

      in diesem Sinn nicht vorzeitig nachlassen, sondern doch schon mal persönlich auflaufen und zur Not auch in Höchstform.
      Heinz