Fußball und Literatur

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    • Fußball und Literatur

      http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/nachspiel/1118895/


      Ein Spiel lesen ...
      Das merkwürdige Verhältnis von Fußball und Literatur
      Von Günter Herkel
      Auf den ersten Blick haben Fußball und Literatur wenig gemeinsam. Schließlich gilt der Ballsport eher als proletarische Disziplin, das Verfassen literarischer Werke dagegen als schöngeistige Tätigkeit. Beim zweiten Hinsehen häufen sich indes die Parallelen: die Rollenteilung zwischen Handwerkern und Genies, die Sehnsucht nach Dramatik und Transzendenz.

      "Herta Müller verspürt keinen Erfolgsdruck", schrieb unlängst die Deutsche Presse-Agentur anlässlich der Verleihung des Literaturnobelpreises, einer Art inoffiziellen Meisterschaftsfeier der Weltliteratur.

      Kein Wunder, dass auch viele Schriftsteller - von Günter Grass über Thomas Brussig bis hin zu Eckhard Henscheid vom Fußball fasziniert sind und sich auf vielfältige Weise mit diesem Sport beschäftigt haben. Offenbar eignet sich der Fußball besonders gut als Metapher für das Leben schlechthin.

      Es gibt sogar eine Autoren-Nationalmannschaft (Autonama), deren internationales Abschneiden dem der deutschen Profis wenig nachsteht. Bei der Schriftsteller-WM 2005 in Italien etwa brachte der Dramatiker Moritz Rinke die Deutschen ins Finale - natürlich per Kopfball.


      Manuskript zur Sendung als PDF-Dokument dradio.de/download/118128/