Fall Hegemann

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    • Fall Hegemann

      dradio.de/dkultur/sendungen/politischesfeuilleton/1126026/Literaturkritik als Teil enthemmter Marketingstrategien
      Von Florian Felix Weyh
      Florian Felix Weyh, geboren 1963, lebt als Autor und Publizist in Berlin. Preise und Stipendien für Drama, Prosa und Essay; seit 1988 arbeitet er regelmäßig als Literaturkritiker für den Deutschlandfunk. Sein jüngstes Buch "Die letzte Wahl - Therapien für die leidende Demokratie" erschien 2007 in der Anderen Bibliothek.

      Er schreibt in seinem Beitrag über die Bewertung von Frau Hegemann und zitiert die Bewertung
      Es sei ein "hartes, brutales, vulgäres Machwerk" (FAZ), ein "marketingmäßig durchkalkuliertes Skandalbekenntnis" mit einer "denkgeilen Phantasie" (FR), eine "hemmungslos halluzinatorische Entladung eines traumatisierten Bewusstseins" (ZEIT), "postfeministischer Furor einer wirklich beschädigten" Autorin (NZZ).

      Und dann der Satz "Vielmehr dreht man den verlogenen Hype eine Schraube weiter, indem man die Uraltthese vom Tod des Autors im kollektiven Zitatebrei aufwärmt - von der jeder denkende Mensch weiß, dass sie Quatsch ist:
      Wo keiner Originale verfasst, fallen auch keine Zitate ab."

    • Airen Strobo

      dradio.de/dkultur/sendungen/fazit/1153569/

      Blogger Airen über sein Leben nach dem Hegemann-Plagiat
      Airen im Gespräch mit Klaus Pokatzky

      "Der 29-Jährige war bekannt geworden, weil Helene Hegemann Teile aus seinem Erstling "Strobo" ihrem Roman "Axolotl Roadkill" einverleibt hatte."

      "Airens Vorgänger-Buch "Strobo" soll im Herbst bei Ullstein erscheinen, dem Verlag, der auch Hegemanns "Axolotl Roadkill" publizierte. Hegemann habe sich zwar stilistisch bei ihm bedient und ganze Sätze übernommen, so Airen, aber weder die Storyline geklaut noch das Buch abgeschrieben."

      "Sie hat es ja nicht mit guten Absichten gemacht. Sie hat es ja wirklich erstmal kopiert und gehofft, es merkt keiner. Und mittlerweile muss ich sagen, haben sich dadurch ganz viele Türen für mich geöffnet und Möglichkeiten ergeben, dass ich wirklich als Schriftsteller arbeiten kann und Ernst genommen werde. Und von daher verdanke ich der Sache ganz viel."

    • Erfolg durch Kopieren

      dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1160301/

      Nachahmung ist die beste Strategie, um weiterzukommen
      Von Volkart Wildermuth
      Verhaltensforschung. - Über Wert und Wertschätzung von Plagiaten wird in jüngster Zeit offen gestritten. Ein Wettbewerb hat es jetzt klar und hart nachgewiesen. Kopieren und nachahmen ist erfolgreicher als selbst etwas ersinnen. In der aktuellen "Science" wurden Wettbewerb und Ergebnisse vorgestellt.

      "Ameisen tun es, Schimpansen und natürlich Menschen: sie beobachten, was ihre Artgenossen tun, und machen es nach. Doch wie viel Abgucken macht Sinn? Wer sich auf andere verlässt, muss ja nicht richtig liegen, meint der Evolutionsbiologe Kevin Laland von der St. Andrews Universität in Schottland."

      "Um die optimale Balance herauszufinden zwischen Selbstausprobieren, sozialem Lernen durch Abschauen und der Anwendung des Gelernten, ..."

      "Ernüchternd für jemand, der sein Leben an einer Universität verbringt. Wer es zu etwas bringen will, muss effektiv lernen und dann das Gelernte anwenden."

      "In dieser Welt ist Kopieren die beste Lernstrategie: die anderen haben vielleicht viel ausprobiert und sie werden das beste Verhalten nutzen, das sie kennen. Auf eine Art ist unsere Strategie ein Parasit, der die harte Arbeit der Entdecker nutzt."

      "Nachahmen schlägt selbst ausprobieren, erläutert Daniel Cownden, die anderen machen die Fehler, man selbst sahnt die Erkenntnisse ab."
      "Sie haben das Alter einer Information berücksichtigt und wie schnell sich die Umgebung verändert. So konnten sie abschätzen, wie wertvoll eine Handlung in der Zukunft wohl sein würde. Diese Zeitreise in Gedanken ist entscheidend für den Erfolg beim Abgucken."