Arbeitszimmer für Betreuer

    • Re: mein Kommentar

      Das heißt, ein Vereinsbetreuer kann ein privates Zimmer nicht als Arbeitszimmer steuermindern ansetzen, da er oder sie die Arbeit nicht von zuhause aus machen muss. Ähnlich verhält es sich mit BetreuerInnen in einer Sozietät. Das Büro und die Kosten des Büros können steuermindern geltend gemacht werden. Interessant wird aber die Frage der Anrechnung bei BetreuerInnen mit einer rechnerischen Arbeitszeit, die einer halben Arbeitsstelle ausmacht oder wenn die Betreuungstätigkeit als Halbzeit Tätigkeit ausgerichtet ist. Dann müsste das Zimmer nur zu einem Viertel der gesamten beruflichen oder betrieblichen Tätigkeit ausmachen?

      Ich vermute, selbst ein Steuerberater wäre mit dieser Fallgestaltung gefordert.
      Heinz
    • Arbeitszimmer für Betreuer

      Urteil vom 04.03.2009, 3 K 3980/05

      Aufwendungen für ein häusliches Arbeitszimmer, sowie die Kosten der Ausstattung dürfen den Gewinn steuerlich nicht mindern. Dies gilt nicht, wenn die betriebliche oder berufliche Nutzung des Arbeitszimmers mehr als 50 vom Hundert der gesamten betrieblichen und beruflichen Tätigkeit beträgt oder wenn für die betriebliche oder berufliche Tätigkeit kein anderer Arbeitsplatz zur Verfügung steht. In diesen Fällen wird die Höhe der abziehbaren Aufwendungen auf 2.400 Deutsche Mark (ab 1.1.2002: 1.250 €) begrenzt; die Beschränkung der Höhe nach gilt nicht, wenn das Arbeitszimmer den Mittelpunkt der gesamten betrieblichen und beruflichen Betätigung bildet.