Prepaid Tarife

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    • Prepaid Tarife

      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/1163651/

      Prepaid-Tarife für das Mobiltelefon
      Von Gösta Neumann
      Prepaidtarife galten lange Zeit als zu teuer und zu umständlich. Doch neue Anbieter, wie beispielsweise Discounter, haben das Geschäft belebt. Da kann ein Wechsel unter Umständen sinnvoll sein.

      "Prepaid ist in letzter Zeit wieder attraktiver geworden. Alleine schon dadurch, dass die Preise deutlich gefallen sind. Früher war es so: Prepaid, da waren die Minutenpreise relativ hoch. Inzwischen sind Prepaid und deren Ableger, die Discount-Tarife, für fast alle eine ernst zu nehmende Alternative",

      …sagt Jörn Wolter vom Verbraucherportal handytarife.de. So kann sich ein Prepaid-Tarif auch für Normaltelefonierer lohnen. Denn man spart Grundgebühr und Mindestumsatz. Allerdings hat jeder Handynutzer andere Ansprüche an seinen Anbieter, wie eine Umfrage in der Kölner Innenstadt zeigt.

      "Ich nutze ein Vertragshandy, weil ich bei den Prepaid-Anbietern zu wenig Service sehe und es ganz gut finde, wenn ich einen Ansprechpartner habe, denn ich bei Problemen auch ansprechen kann."

      "Prepaid. Ich brauch das ganz selten. 20 Euro vielleicht im Monat. Vielleicht."

      "Ich hab ein Prepaid-Handy. Ich telefonier nicht soviel und das rentiert sich am meisten für mich. Also ich brauch keinen Vertrag."

      "Vertrag, weil es praktischer ist, man immer Guthaben draufhat und es günstiger ist."

      Billiger ist ein Vertrag aber nur noch für Vieltelefonierer und Nutzer, die hohe Datenmengen aus dem Internet laden. Denn inzwischen sind auf dem Markt nicht nur die großen Telekommunikationsunternehmen sondern auch Discounter aktiv. Sie haben dafür gesorgt, dass der Minutenpreis stark gesunken ist. Das passende Angebot kann man mit einem Tarifrechner im Internet finden, zum Beispiel unter verivox.de oder handytarife.de. Die Qualität des Angebots kann ein Tarifrechner allerdings nicht beurteilen.

      "Fakt ist natürlich, dass ein großer Anbieter mehr Ressourcen hat, wenn es darum geht beispielsweise Serviceleistungen zur Verfügung zu stellen und vor Ort präsent zu sein. Der Discounter wickelt sein komplettes Geschäft übers Internet ab. Dadurch ist er extrem günstig in seiner Kostenstruktur, kann aber den Service vor Ort nicht bieten. Sprich - es gibt keinen Shop, wo ich hingehen kann, wenn mein Handy mal streikt."

      Außerdem verkaufen die Discounter keine subventionierten neuen Handys. Wer einen Mobilfunkvertrag abschließt, erhält meist ein teures Mobiltelefon für einen kleinen Preis mit dazu. Bei den Billiganbietern muss man es sich selbst anschaffen. Dies kann sich aber lohnen, wenn man weiß, was zu beachten ist, erklärt Jörn Wolter von handytarife.de.

      "Viele Leute lassen sich davon blenden, dass sie sehen: Das Handy kostet einen Euro und ist ein tolles Smartphone. Wenn ich dann aber eine Grundgebühr von 20 Euro habe und zahle das bei einer Laufzeit von zwei Jahren dann ab, dann sind das 20 mal 24. Also knapp 500 Euro, die ich für dieses Handy bezahle. Dafür kann ich mir mit Sicherheit auch ein ähnliches Handy frei am Markt kaufen und hol mir dann einen Discount-Tarif dazu und komme dann unter Umständen deutlich günstiger weg."

      Wer jedoch bei seinem Vertrag bleiben will, sollte mit einem Verkäufer der Telefongesellschaft über die Telefonkosten reden - unter Umständen gibt es Spielraum für Preisverhandlungen. Jörn Wolter weiß davon aus eigener Erfahrung zu berichten.

      "Teilweise hilft es nur, mal mit einer Kündigung zu drohen. Man bekommt dann keinen günstigeren Tarif sondern eine Gutschrift. In meinen Fall war es aber so, wenn man die Gutschrift auf die Vertragslaufzeit von 24 Monaten umlegt, dass ich also im Prinzip jeden Monat zehn Euro spare."

      Denn Prepaid Angebote haben auch einen großen Nachteil: Man muss das Handy mindestens einmal im Jahr nutzen und aufladen. Denn sonst wird das Mobiltelefon von dem Provider abgeschaltet. Das restliche Guthaben verfällt dann zwar nicht, es wird erstattet. Allerdings lässt sich die SIM-Karte nicht mehr aktivieren, nachdem sie erst einmal vom Netz genommen ist.

      Vorsicht ist auch geboten für Nutzer, die ihr Handy nur als Zweit- oder Notfallhandy benötigen. Denn so mancher Anbieter verlangt eine Gebühr von ein bis zwei Euro im Monat, wenn der Besitzer das Telefon gar nicht oder nur selten gebraucht.