Flugausfälle

    • Flugausfälle

      http://www.wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/554427.phtml


      Rechte von Flugreisenden
      Informationen aus dem Beitrag von Jürgen Döschner
      Rund eine Millionen Fluggäste waren allein am Donnerstag von den Störungen des europäischen Luftverkehrs betroffen, die sich durch den Vulkanausbruch auf Island ergeben haben. Hier einige Tipps und Informationen für alle, die in diesen Tagen fliegen wollen oder müssen:

      Umbuchen, umsteigen, zu Hause bleiben...
      Wer irgendwie kann, sollte in diesen Tagen einen geplanten Flug entweder auf einen späteren Termin verschieben, auf ein anderes Verkehrsmittel (z.B. Bahn) umsteigen oder ganz auf die Reise verzichten. Laut europäischem Reiserecht ist sowohl die Stornierung als auch die Umbuchung kostenlos. Bei einer Stornierung muss der Ticketpreis einschließlich aller Gebühren, Zuschläge und Steuern erstattet werden. Allerdings: Wer storniert und auf eine andere Fluggesellschaft umsteigt, der muss im aktuellen Fall die evtl. entstehenden Mehrkosten selbst tragen.

      Hotel statt Feldbett - das kann teuer werden
      Nach europäischem Reiserecht müssen sich die Fluggesellschaften bei erheblichen Verspätungen um ihre Fluggäste kümmern. Konkret sind sie verpflichtet, ihnen Getränke, Essen, aber auch kostenlose Telefonate oder Internetzugang zur Verfügung stellen. Nach den Buchstaben der Verordnung sind im Einzelfall auch Hotelübernachtung und Transfer zum Hotel zu erstatten werden. Doch die Verbraucherzentrale Berlin rät zur Vorsicht: Es ist nicht ausgeschlossen, dass sich einzelne Fluggesellschaften weigern, diese Kosten zu übernehmen. Sei es, weil sie es im konkreten Fall nicht für angemessen halten, sei es, weil sie sich auf den Umstand zurückziehen, dass es sich um höhere Gewalt handelt. Im Zweifelsfall müssen sich Betroffene darauf einstellen, ihre Ansprüche vor Gericht zu erkämpfen. Die Empfehlung lautet: nicht eigenmächtig ein Hotel beziehen, sondern Kontakt mit der Fluggesellschaft vor Ort halten und die Schritte möglichst absprechen.

      Verpasster Geschäftstermin - Kein Anspruch auf Entschädigung
      Eindeutig sind dagegen die europaweiten Regelungen, was mögliche Entschädigungen durch Verspätungen oder Annullierung von Flügen angeht. Demnach müssen die Fluggesellschaften nur dann Entschädigungen zahlen, wenn die Ursache der Verzögerungen in deren Einflussbereich lag. Dies ist jedoch bei einem Vulkanausbruch eindeutig nicht der Fall.
    • Was wird aus meinem Urlaub?

      Hallo Heinz!

      Mit Entsetzen verfolge ich, die immer weitere Verlegung der Termine der Wiederaufnahme des Flugbetriebes in Deutschland.
      Als die Lufthansapiloten streikten, dauerte es 4 Tage, bis sich der Flugbetrieb normalisierte.

      Und immerhin möchte ich ja mit meiner Family am 27.04.2010 in den Urlaub fliegen!!!

      Ehrlich gesagt... Bissel Bammel habe ich schon!

      Micha
    • Alternativen

      Hallo @all!

      Vielleicht ist das eine Alternative? :D
      *Quelle: wz-newsline.de/?redid=809503


      Düsseldorf (dpa). Geld spielte keine Rolle: Einige gestrandete Fluggäste in Düsseldorf nahmen sogar Taxifahrten für mehrere tausend Euro in Kauf, um ans Ziel zu kommen. Weil aufgrund der Vulkanasche der Luftraum über Deutschland gesperrt war, ließen sich am Wochenende vor allem Geschäftsreisende teilweise bis nach Istanbul, Stockholm oder Madrid im Taxi bringen, berichteten Taxifahrer am Sonntag in Düsseldorf.

      «Viele Leute hatten einfach keine Lust mehr zu warten und die Flughäfen verlängerten jeden Tag ihre Sperrung», sagte Taxifahrer Mehmet Oruc am Sonntag. «Die Geschäftsleute fahren dann Taxi.»

      Bei einem Kilometergeld von 1,70 Euro kostet eine Fahrt in das rund 1770 Kilometer entfernte Madrid regulär rund 3000 Euro. Die meisten seiner Kollegen hätten bei Fahrten ins Ausland aber niedrigere Festpreise vereinbart, sagte Oruc. Von den etwa 1360 Taxen rund um Düsseldorf, ist nach Angaben eines anderen Taxifahrers allerdings nur ein sehr kleiner Anteil - «nicht mehr als 20» - ins Ausland gefahren.




      Ich denke mal... Jedenfalls keine Alternative für den Geldbeutel eines Betreuers! :D
    • höhere Gewalt

      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/verbrauchertipp/1167209/

      Welche Regeln im Fall höherer Gewalt greifen
      Von Annette Eversberg
      Der Vulkanausbruch auf Island bringt die Reisepläne von Tausenden durcheinander. Auch nach der teilweisen Aufhebung des Flugverbots gibt es Flugausfälle und Verzögerungen. Welche Möglichkeiten haben Pauschalreisende, entgangene Urlaubsfreuden bei den Veranstaltern zu reklamieren?


      Um eine Pauschalreise handelt es sich immer dann, wenn bei einem Veranstalter mehrere Teile einer Reise gebucht wurden. Mindestens aber zwei, wie den Flug und den Hotelaufenthalt. Für Pauschalreisen gibt es Vorschriften, die auch regeln, was bei einem Fall höherer Gewalt wie einem Terrorismusanschlag, einem Tsunami oder einem Vulkanausbruch zu tun ist. Andrea Sack ist Leiterin des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland in Kiel.

      Die Voraussetzung für höhere Gewalt sind, dass es einen Reisevertrag gibt, also mehrere Reiseleistungen als Pauschalreise, es liegt höhere Gewalt vor, die war bei Vertragschluss nicht vorhersehbar war, oder die Reise ist erheblich gefährdet oder beeinträchtigt.

      In diesem Fall darf sowohl der Anbieter als auch der Kunde die Pauschalreise kündigen. Allerdings gilt das nicht ohne weiteres für jeden Reisevertrag. Eindeutig klar ist es nach den gesetzlichen Vorgaben bei einer Reise von nur zwei oder drei Tagen, einer so genannten Kurzreise. Andrea Sack.

      Bei einer Kurzreise ist es so, dass Sie vom Vertrag zurücktreten können, wenn sich die Reise nicht mehr lohnt. Da sieht das Gesetz vor, dass Sie zurücktreten und den Reisepreis zurückverlangen können.

      Anders sieht es bei einer längeren Reise aus. In vielen Fällen ist für Urlaubsreisende derzeit nicht ersichtlich, wann sie ihre Reise antreten können, die mehrere Wochen dauern soll. Hier kann der Verbraucher nicht kündigen.

      Da haben Sie nicht das Recht zurückzutreten, sondern Sie können den Reisepreis mindern. Es handelt sich bei diesem Vulkanausbruch um einen Reisemangel. Und die Reisepreisminderung ist dann abhängig von dem Termin, zu dem sie die Reise verzögert angetreten haben.


      Dem Pauschalreisenden bleibt also nichts anderes übrig, darauf zu warten, wann es endlich losgehen kann. Möglicherweise dauert sein Urlaubsaufenthalt am versprochenen Reiseort dann nur zwei statt drei Wochen. Wenn die Reise allerdings komplett ins Wasser fällt, dann bekommt man auch bei einer Pauschalreise von zwei oder drei Wochen sein Geld zurück. Der Reiseveranstalter kann allerdings auch seinerseits den Reisevertrag kündigen.

      Wenn der Reiseveranstalter selber kündigt, das kann er aufgrund von höherer Gewalt, dann kann die Reise nicht angetreten werden, und dann ist diese Reise abgesagt.

      Auch dann bekommt man sein Geld zurück. Allerdings kann es unangenehm werden, denn der Veranstalter kann bei höherer Gewalt die Reise sogar dann kündigen, wenn sie schon begonnen hat. Für den Rücktransport ist dann die zuständige Fluggesellschaft verantwortlich, die dann auch für die Hotelkosten aufkommen muss, solange der Rücktransport nicht möglich ist. Reiseveranstalter bieten derzeit auch Umbuchungen für einen anderen Termin innerhalb der Sommersaison an. Andrea Sack.

      Da muss sich dann der Verbraucher entscheiden, möchte er die Reise überhaupt antreten zu diesem Zeitpunkt. Wenn er sagt, gut, das ist für mich eine Option, dann könnte er dieses Angebot annehmen. Ansonsten hat er das Recht, diesen Reisepreis zurückzuverlangen.


      Diese Regelungen gelten allerdings nur für Deutschland. Wer eine Pauschalreise über das Internet in England, Frankreich oder Spanien gebucht hat, für den gilt das dortige Pauschalreiserecht. Rat und Hilfe findet man beim Europäischen Verbraucherzentrum für Deutschland.

      Das müsste man im Einzelfall prüfen, ob das anwendbare Recht aus dem europäischen Ausland günstiger ist für den Verbraucher als in Deutschland. Und wenn dem so ist, dann haben Sie auch diese Rechte.
    • weitere Infos

      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/marktplatz/1166365/

      Verbraucherrechte in der Aschewolke
      Am Mikrofon: Henning Hübert
      Das tagelange Aschechaos am Himmel über Europa hat viele Reisende kalt erwischt. Sie strandeten im Ausland oder konnten von Deutschland aus ihre Reise nicht oder nur verspätet antreten. Alles nur höhere Gewalt? Nein. Auch in und nach einem Naturereignis wie der Aschewolke können Pauschal- und Individualreisende Rechte und Ansprüche gegenüber Fluglinien und Reiseveranstaltern geltend machen.

      Doch viele Teufel stecken im Detail. Wann muss der Preis für einen Flug oder eine Pauschalreise erstattet oder ein Ersatzticket ausgestellt und auch akzeptiert werden? Werden zusätzlich anfallende Hotelkosten übernommen - und das in voller Höhe? Muss eine Rückreise per Bus akzeptiert werden, was ist mit der Kreuzfahrt, deren Zubringerflug ausfiel und muss der Arbeitgeber mir für eine neue Pauschalreise auch neuen Urlaub gewähren?

      Antworten auf diese und viele andere Fragen geben Henning Hübert und seine Reiseexperten im Marktplatz.

      Europäisches Verbraucherzentrum eu-verbraucher.de/de
      anwaltliche Auskunft rodegra-law.de/