Risikolebensversicherung

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    • Risikolebensversicherung

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      Für den Fall der Fälle
      Eine Risikolebensversicherung muss nicht teuer sein
      Von Dieter Nürnberger
      Wer Angehörige für den Fall des eigenen Todes absichern will, braucht eine Risikolebensversicherung - so zumindest die Empfehlung der Stiftung Warentest. Die Berliner Verbraucherinstitution hat rund 650 Angebote für eine solche Versicherungspolice untersucht.


      Eine Risikolebensversicherung ist ein reiner Todesfallschutz. Stirbt der Kunde, dann zahlt der Versicherer eine bestimmte Summe an den im Vertrag genannten Hinterbliebenen aus. Dieser Schutz ist deshalb beispielsweise für Kinder wichtig - für den Fall, dass den Eltern etwas zustößt. Und weil dieser Schutz so wichtig ist, empfiehlt Theodor Pischke von der Stiftung Warentest eine reine Risikolebensversicherung abzuschließen - und nicht auf Policen mit einer verbundenen Lebensversicherung zu setzen.

      "Eine Risikolebensversicherung ist günstiger. Eine Kapitallebensversicherung vermischt intransparent den Schutz für Hinterbliebene und die Sparleistung. Wir empfehlen, einerseits die Versicherung für den Fall der Fälle abzuschließen und andererseits für das Alter zu sparen."


      Die Versicherungssumme ist frei wählbar. Ein Beispiel: Wird sie auf 150.000 Euro festgeschrieben, dann können die Hinterbliebenen rund 20 Jahre mit etwa 900 Euro monatlich kalkulieren, vorausgesetzt, sie legen die Summe für vier Prozent Zinsen an. Auch die Vertragslaufzeit wird individuell festgelegt, in den meisten Fällen endet sie mit dem Eintritt des Versicherungsnehmers in die Rente.

      Für Junge ist es günstiger eine Risikolebensversicherung abzuschließen als für Ältere, die haben halt ein höheres Risiko zu sterben. Es ist für Frauen günstiger als für Männer - weil statistisch gesehen die Frauen länger leben. Es ist für Gesunde günstiger als für Leute mit Vorerkrankungen. Es ist auch für Nichtraucher günstiger als für Raucher. Zudem: Es ist auch günstiger für Leute, die keine risikoreichen Hobbys oder risikoreiche Berufe haben.

      Somit muss auch jeder vor Abschluss der Versicherung Angaben zur eigenen Gesundheit machen, bei hohen Versicherungssummen wird sogar ein ärztliches Gutachten verlangt. Bei der Auswahl einer Risikolebensversicherung kann getrost der Preis entscheiden, da die vereinbarte Leistung, der Hinterbliebenenschutz, mehr oder weniger identisch ist, im Wesentlichen abhängig von der im Vertrag vereinbarten Versicherungssumme. In einem Punkt aber sollte ganz genau in die Vertragsbedingungen geschaut werden - das betrifft die Nachversicherungsgarantie.

      "Man gründet vielleicht ein Geschäft oder auch eine Familie. Und dann stellt man fest, dass die Versicherungssumme, für die damals der Vertrag abgeschlossen wurde, nicht mehr ausreichend ist. Dann kann die Versicherungssumme erhöht werden. Der entscheidende Punkt dabei ist, dass ich sie ohne erneute Gesundheitsprüfung erhöhen kann. Ist dies möglich, dann ist es ein Pluspunkt."

      Die Stiftung Warentest hat zudem recht hohe Preisunterschiede festgestellt. So kann ein 27-jähiger Nichtraucher mit einer festgelegten Versicherungssumme von 150.000 Euro bei einem günstigen Anbieter 177 Euro im Jahr zahlen. Beim teuersten Anbieter in dieser Untersuchung waren es hingegen 634 Euro. Preisvergleiche lohnen sich also gerade im Bereich der Risikolebensversicherungen, so Warentester Theodor Pischke.

      "Wir haben für verschiedene Altersgruppen getestet - 27, 34 und 54 Jahre alt. Wir haben festgestellt, dass es bei diesen Modellfällen einige Versicherer besonders häufig in die Top Ten geschafft haben: Das sind die ehemalige "Karstadt-Quelle-Versicherung", die heißt nun "ErgoDirekt". Zudem: "Neckermann", "Ontos" und "CosmosDirekt"."