Susanne Krahe

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    • Susanne Krahe

      ich bin über den Beitrag Ostern für Ungläubige beim DRadio gestolpert.
      dradio.de/aod/html/?station=1&broadcast=291382&

      Dann habe nach ihr gegoogelt und fand ihre Seite. Eine beeindruckende Frau susanne-krahe.de/person/
      Meine Arbeit unterscheidet sich ihrer Substanz nach nicht von der anderer, sehender Schriftstellerinnen. In meiner Literatur verwerte ich meine persönlichen Erfahrungen. Aber das ist nicht alles: Auch meine berufliche Biographie versuche ich einzubringen. Von Haus aus bin ich Theologin. Das heißt: Ich habe von 1978 bis 1985 in Münster Evangelische Theologie studiert und mich lange mit wissenschaftlicher Bibelauslegung beschäftigt. Von 1985 bis 1989 war ich wissenschaftliche Hilfskraft am Alttestamentlichen Seminar der Uni Münster. Meine Erblindung hat diese wissenschaftliche Laufbahn beendet. Nach allen Verlusten, die die große Wende in meinem Leben mit sich brachte, blieb mir auch nach meiner Erblindung - immerhin! - noch meine Phantasie. Schon früher hatte ich mich auf dem literarischen Parkett versucht und sogar zwei kleine Lyrikbände herausgebracht. Jetzt verlagerte ich meinen beruflichen Schwerpunkt ganz auf die Literatur.
      Heute versuche ich, Literatur und Theologie (Exegese) miteinander zu verbinden. Beide bieten die Möglichkeit, Leben zu erfahren und zu deuten. Und beide haben mit ein und derselben, einzigen Wirklichkeit zu tun. Erwarten Sie keine frommen Sprüche von mir. Meine Vorträge und Artikel, meine bissigen Verfremdungen von Bibeltexten haben schon manche hitzige Debatte entfacht. Ich habe den Ruf, in meinen Geschichten kein Blatt vor den Mund zu nehmen und meine Leser und Hörerinnen nicht vor Härten zu schonen. Möchten Sie Einblick nehmen? Wenn Sie sich für die Innenperspektiven behinderter Menschen, für Blindheit und Organtransplantation oder das große Thema Bibel und Literatur (narrative/literarische Exegese) interessieren, sind Sie bei mir an der richtigen Adresse.
      Sicher wollen Sie wissen, wie man als blinder Mensch lesend und schreibend tätig sein kann. Hier ist die moderne Kommunikationstechnik ein Segen. Ich arbeite mit einem ganz gewöhnlichen PC. Er ist mit einer Sprachausgabe versehen, die mir - wahlweise Seite pro Seite, Buchstabe für Buchstabe oder zeilenweise - den Bildschirmtext vorliest. Und das Lesen? Kein Problem! Mit einem Scanner kann ich jeden Text einlesen und ihn mir anschließend von meiner Sprachausgabe vorlesen lassen. Soviel zur Technik. Wer sich für weitere Details interessiert, kann auch bei der Firma Audiodata nachschlagen...