Schufa kostenlos

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    • Schufa kostenlos

      wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/552843.phtml


      Schufa- Daten kostenlos
      Informationen zum Gespräch mit Ulrich Ueckerseifer

      Vom 01. April 2010 an haben Verbraucher deutlich mehr Rechte bei der Einsicht in ihre Daten: Wer zum Beispiel bei der Schufa eine Selbstauskunft einholen möchte, kann von nun an aussagekräftigere Informationen erwarten, außerdem ist die Auskunft einmal im Jahr kostenlos. Das gilt für die Schufa ebenso wie für alle der insgesamt rund 500 Auskunfteien in Deutschland. Die Daten, die bei der Schufa und anderen gespeichert sind, entscheiden über die Kreditwürdigkeit und damit zum Beispiel auf die Höhe von Zinsen, die man für einen Kredit zahlt.

      Was ist neu?
      Neu ist neben der Möglichkeit, einmal im Jahr kostenlos eine Selbstauskunft zu erhalten vor allem der Inhalt dieser Auskunft: künftig müssen die Antworten nachvollziehbar und klar verständlich sein. Das gilt vor allem für den sogenannten Scoring-Wert, der über die Kreditwürdigkeit von Personen entscheidet. Man muss also etwa erfahren, welche Daten dafür verwendet wurden und wie sie gewichtet werden. Außerdem müssen die Auskunfteien mitteilen, welche Unternehmen sie die Score-Werte in den vergangenen 12 Monaten übermittelt haben.

      Was ist die Schufa?
      Der Zweck der Schufa, der "Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung" ist es, Kreditgebern Auskunft über Kreditwürdigkeit und Kreditfähigkeit von Verbrauchern zu geben. Dadurch soll das Ausfallrisiko für die Kreditgeber kalkulierbarer werden. 4.500 Partnerunternehmen hat die Schufa. Neben Banken und Kreditkartenfirmen sind das zum Beispiel Telefonanbieter, Versandhändler, Energielieferanten und Versicherungen. Das Prinzip basiert auf Gegenseitigkeit. Die Vertragspartner melden Daten zu ihren Kunden. Und können, mit Einwilligung der Verbraucher, auch Informationen von der Schufa einholen.

      Welche Daten sammelt die Schufa?
      Die Schufa hat Daten zu rund 65 Millionen Bundesbürgern gespeichert. Das sind persönliche Daten wie Namen, Geburtsdatum und Anschriften. Und das sind Informationen zu Krediten und Verträgen. Diese erhält sie von ihren 4.500 Vertragspartnern und aus Gerichtsdaten, wie den Schuldnerverzeichnissen. Dabei unterscheidet sie zwischen so genannten "Positiv-Merkmalen" und "Negativ-Merkmalen". Positiv-Merkmale sind zum Beispiel bestehende Konten, vertragsgerecht gezahlte Kredite und Handyverträgen oder Versandhandelkonten. Als Negativ-Merkmale gelten geplatzte Kredite, titulierte Forderungen und ähnliches.

      Was ist Scoring?
      Aus ihren Informationen errechnet die Schufa so genannte "Scorewerte". Die sollen Auskunft darüber geben, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ein Kunde seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommt. Dazu werden vor allem Erfahrungswerte aus der Vergangenheit genutzt: also wie zahlungsfähig und -willig waren in der Vergangenheit Kunden, die ähnliche Merkmale wie der aktuelle Kunde haben. Verbraucherschützer beklagen: Das sagt nichts über das individuelle Risiko. Im Gegensatz zu manchen anderen Auskunfteien fließen bei Schufa - nach eigener Auskunft - in die Einschätzung der Kreditwürdigkeit aber zum Beispiel keine Daten zum Einkommen oder zum Wohnviertel ein.

      Wofür benötigen Verbraucher Schufa-Auskünfte?
      Verbraucherschützer bemängeln, dass für immer mehr Bereiche des Lebens Informationen von Auskunfteien gefordert werden. Das gilt längst nicht mehr nur für Kredite. Wer einen Handyvertrag oder Versicherung haben möchte oder beim Versandhändler auf Rechnung bestellen will, wird durchleuchtet.

      Bei Banken zum Beispiel muss der Verbraucher dazu - wegen des Bankgeheimnisses - eine gesonderte Einwilligung unterschreiben, die so genannte Schufa-Klausel. Im Handel und bei Dienstleistern reicht es meist, wenn der Kunde über die Anfrage informiert wird. Das geschieht zum Beispiel in den Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Auch viele Vermieter fordern mittlerweile eine Schufa-Auskunft von künftigen Mietern. Da die meisten Vermieter aber nicht Vertragspartner der Schufa sind, legt dazu der Mieter eine Auskunft mit weniger Informationen vor, die so genannte "Verbraucherauskunft".

      vzbv.de/go/presse/1287/index.html

      Schufa schufa.de/de/home
    • Kreditwürdigkeit transparent?

      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1157652/

      Berechnungen zur Kreditwürdigkeit bleiben geheim
      Von Peter Welchering
      Wirtschaftsauskunfteien wie Schufa oder Creditreform sollen transparenter werden. Seit dem vergangenen Donnerstag müssen sie ihre geheimen Daten über die Kreditwürdigkeit von Abermillionen Bundesbürgern offen legen. Neue Regelungen im Bundesdatenschutzgesetz schreiben das vor. Aber die Transparenz hat enge Grenzen.


      Eine Studie über Auskunfteien, die die sogenannte Kreditwürdigkeit von Verbrauchern beurteilen, schlug im August vergangenen Jahres ein wie eine Bombe: Knapp die Hälfte der gespeicherten Eintragungen über die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bundesbürger waren unvollständig oder falsch. Verbraucherministerin Ilse Aigner, deren Haus die Studie in Auftrag gegeben hatte, ließ das nicht ruhen. Sie wollte die im Mai 2009 verabschiedeten Bestimmungen des Bundesdatenschutzgesetzes zur Regulierung von Auskunfteien noch einmal verschärfen. Die Bürger sollten genau aufgeklärt werden, wie ihre persönliche Kreditwürdigkeit erhoben und berechnet wird.

      Diese Berechnungsverfahren zur Ermittlung der Kreditwürdigkeit heißen Scoringmethoden. Doch die Scoringmethoden bleiben auch nach dem 1. April, ab dem das neue Bundesdatenschutzgesetz gilt, geheim. Einen kleinen Blick, wie Kreditwürdigkeit eigentlich berechnet wird, erlaubt aber die Risikoanalystin Ingrid Tunsch von Dun & Bradstreet:

      "Da steckt ein System dahinter. Man erstellt ein Sample, ein repräsentatives Beispiel, und darauf basierend macht man Untersuchungen und leitet daraus entsprechend die einzelnen relevanten Merkmale ab, wo man sagt, das war in der Vergangenheit so und das kehrt in der Regel immer wieder. Normalerweise geht man ein Jahr zurück und betrachtet die, die vor einem Jahr insolvent waren, welche Merkmale hatten die zu diesem Zeitpunkt, und betrachtet die, die vor einem Jahr solvent waren und geht dann zu der Gegenwart und guckt, was ist aus den Solventen geworden, hatten die ähnliche negative Merkmale oder Merkmale wie die vor einem Jahr."

      Hört sich kompliziert an. Dahinter steckt aber ein einfaches und vor allen Dingen fehleranfälliges Berechnungsschema. Jedes sogenannte Merkmal wird mit einer Wahrscheinlichkeit versehen. Damit wird zum Beispiel festgelegt, wie hoch das Insolvenzrisiko für einen Verbraucher ist, der einen Immobilienkredit für sein Reihenhaus aufgenommen hat. Oder das Insolvenzrisiko eines Verbrauchers, der mehrere Handyverträge abgeschlossen hat. Auch die Straße, in der ein Verbraucher wohnt, ist ein Merkmal. Wohnen dort viele Pleitiers, rutscht seine Kreditwürdigkeit ab. Daten für diese Merkmale werden unter anderem von Banken, Kaufhäusern, Kreditkartengesellschaften und Konsumforschungsinstituten zugeliefert. Das passiert natürlich anonym. Aber zum Zeitpunkt der Datenerhebung ist der Verbraucher schon ziemlich gläsern. Der Data-Mining-Experte Karl-Heinz Land hat da ein anschauliches Beispiel:

      "Der Kunde kaufte auf einmal, bezahlte auch kleinere Beträge mit Kreditkarte, zahlte dann immer noch, aber schon zögerlicher. Und der ging von seinem Markenbewusstsein weg, der kaufte irgendwelche No-Name-Anzüge, die nicht 800 kosteten, sondern 300 und so weiter. Und jetzt in dieser Phase hat man bei der Chase-Bank ein Beratungsprogramm aufgesetzt. Man ist nämlich aktiv auf die Kunden zugegangen und hat gesagt: Hör mal Kunde, Du hast Dein Kaufverhalten geändert, können wir Dir irgendwie helfen."

      Berechnet eine Auskunftei die Kreditwürdigkeit eines Verbrauchers, werden möglichst viele Merkmalsdaten von möglichst vielen Verbrauchern in einer ähnlichen Situation für die Wahrscheinlichkeitsberechnung herangezogen, zum Beispiel: verheiratet, Kinder noch in Ausbildung, auf dem Reihenhaus ein Kredit. Daraus ergibt sich die Kreditwürdigkeit der Risikovergleichsgruppe. Zeigt das Kaufverhalten des zu bewertenden Verbrauchers keine Auffälligkeit, wird dessen Kreditwürdigkeit aus dem Verhalten seiner Risikovergleichsgruppe direkt abgeleitet. Auffälligkeiten im Kaufverhalten führen zum Punktabzug. So kann der potenzielle Kunde, dessen Kreditwürdigkeit überprüft werden soll, nie besser sein als seine Risikovergleichsgruppe. Wohl aber kann er eine schlechtere Kreditwürdigkeit haben, zum Beispiel wegen auffälligen Kaufverhaltens. Genau diese Berechnungsformeln aber bleiben nach wie vor das Betriebsgeheimnis der Auskunfteien.
    • Auskunfteien

      http://www.wdr.de/tv/markt/sendungsbeitraege/2010/0419/03_schufa.jsp


      Wenn Firmen die Bonität potenzieller Kunden prüfen wollen, fragen sie bei Schufa und Co. nach. Dumm nur, wenn die Info nicht stimmt. Neue Regeln sollen die Auskunfteien nun stärker kontrollieren.

      Auch ganz kleine Sachen lassen sich heute über das Internet einkaufen: Kinderspielzeug zum Beispiel. Ina Busse aus Mönchengladbach wollte die beachtliche Sammlung von Plastikspielzeug ihres Sohnes online um ein weiteres Stück bereichern. Aber auch bei ganz kleinen Einkäufen kann man im Internet große Probleme bekommen. „Ich hatte schon häufiger übers Internet Spielzeug geordert“, erzählt Ina Busse. „Jetzt aber sollte ich auf einmal nicht mehr per Rechnung einkaufen dürfen. Nur wenn ich in Vorkasse gehen würde, würde man mir das Spielzeug schicken.“ Bei einem Telefonat erzählte ihr die Herstellerfirma, man habe die Bonitätsprüfung ausgelagert an eine Firma CEG Creditreform, und die habe eine Lieferung auf Rechnung abgelehnt.

      Guter Kunde, schlechter Kunde
      Hinter dem Ausdruck Bonitätsprüfung steht eine Form von Informationsbeschaffung, der heute jeder und jede ausgesetzt ist. Es reicht schon, in einem Internetformular Name und Adresse einzugeben, schon rattern die Computer und jagen durch Datenbanken, Auskunfteien und Verzeichnisse. Für jedes Merkmal vergibt der Computer mehr oder weniger viele Punkte. „Scoring“ nennen das die Fachleute: Wer zu wenig Scoring-Punkte erhält, der ist als Kunde eben unerwünscht. Für welche Merkmale die Auskunfteien Scoring-Punkte vergeben, ist streng geheim. markt liegt aber eine solche Liste vor:

      • Jüngere Kunden sind nicht so beliebt wie ältere Kunden.
      • Wie wohnt der Kunde? Alle Wohnlagen in Deutschland sind aufgeteilt in gute und schlechte.
      • Aus der Anrede schließen die Wirtschaftsspione auf das Geschlecht: Männer werden lieber bedient als Frauen.
      • Auch auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamts wird zurückgegriffen. Wer ein neueres Auto fährt, ist auch im Internet der beliebtere Kunde.

      Eine der mächtigsten Wirtschaftsauskunfteien ist die Schufa. Auch sie vergibt fleißig Scoring-Punkte. Jede Bank und jeder Internethändler kann diese erfahren.

      Doch was sie bereitwillig Bankern und Händlern ausplaudert, das verrät sie den Betroffenen, also den Verbrauchern, noch lange nicht. Und das, obwohl sie ab sofort gesetzlich dazu verpflichtet ist. Dr. Achim Tiffe vom Hamburger Institut für Finanzdienstleistungen erklärt: „Die Schuldnerberatungsstellen haben in anderen Ländern die Möglichkeit, direkt die Daten einzusehen, um kontrollieren zu können, wo Schulden vorhanden sind. In Deutschland würde es den Schuldnerberatern sehr helfen, wenn sie diese Möglichkeit hätten. Die Schufa hat das schon vor über drei Jahren versprochen und mit fadenscheinigen Gründen herausgezögert, weil sie den Schuldnerberatungen nicht helfen will.“


      Keine Daten für Schuldnerberater
      Die Schufa boykottiert also die Schulderberatungen? Wir besuchen die Notfallsprechstunde in der Schuldnerberatung in Hamburg. Wer hierher kommt, fürchtet, sein Haus zu verlieren oder noch schlimmere Existenznöte. Gerade hier wären verlässliche Daten über Schulden und Bonität lebenswichtig, zumal viele Probleme mit Banken daher rühren, dass die Schufa oft veraltete oder nicht korrekte Informationen weitergibt. Doch für die Schuldnerberater gibt es keinen direkten Zugang zu den Schufa-Daten. Zwar haben seit dem 1. April dieses Jahres alle die Möglichkeit, über meineschufa.de an die gespeicherten Informationen zu kommen, doch dieses Verfahren ist nach Meinung der Berater viel zu umständlich und zeitaufwändig, um im konkreten Fall wirklich hilfreich zu sein.

      Neue Informationsrechte
      Zum 1. April dieses Jahres wird Verbrauchern die Möglichkeit eingeräumt, Einblick in die bei der Schufa gespeicherten Informationen zu erhalten. Über das Internetportal meineschufa.de oder das Servicetelefon 0 18 05 - 72 48 32 haben Interessierte nun die Möglichkeit, einmal jährlich kostenlos eine schriftliche Datenübersicht zu erhalten.

      Verbraucher, die für Auskünfte nicht das Internet oder Telefon nutzen möchten, können vor Ort ein Formular ausfüllen und erhalten dabei, falls erforderlich, auch Hilfestellung. Diese Möglichkeit wird es zunächst in Berlin, Bochum, Bremen, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln, Leipzig, Mannheim, München, Saarbrücken, Stuttgart und Wiesbaden geben. Die Schufa-Informationen werden dann per Post zugeschickt. Auskünfte direkt vor Ort sind nicht mehr möglich.


      Autor: Dr. Micha H. Haarkötter

      Schufa Auskunft meineschufa.de/index.php

      Musterschreiben für Auskunft der aktuellen Score Werte vzbv.de/mediapics/auskunfteien_musterschreiben_03_2010.pdf
    • kostenpflicht

      dradio.de/dlf/sendungen/umwelt/1250331/

      Darauf sollten Verbraucher bei der Schufa-Anfrage achten
      Von Klaus Peter Weinert
      Vermieter oder potenzielle Arbeitgeber verlangen immer häufiger eine Bonitätsauskunft der Schufa.

      Das Unternehmen lässt sich diese teuer bezahlen. Verbraucherverbände kritisieren diese Praxis.

      Abfragen bei Auskunfteien wie der Schufa werden schon längst nicht mehr nur durch Banken durchgeführt, wenn der Kunde einen Kredit möchte. Auch Vermieter oder sogar Arbeitgeber verlangen häufig Nachweise zum Zahlungsverhalten oder der finanziellen Situation, eine sogenannte Bonitätsauskunft. Ist der Verbraucher gezwungen, beispielweise einen Nachweis vorzulegen, ob positive oder negative Einträge gespeichert sind, dann kostet das zurzeit 18,50 Euro. Frank-Christian Pauli, Bankenreferent von der Verbraucherzentrale Bundesverband:

      "Das Problem ist ja, dass man erst einmal fragen muss: Wem gehören eigentlich die Daten? Es sind unsere Daten. Wir sind die Träger dieser Daten. Das heißt, die Schufa und andere Auskunfteien arbeiten mit Informationen, die unsere Rechte darstellen. Und wenn sie mit diesen Daten arbeiten und diese Daten von uns kontrollieren lassen, erbringen wir als Verbraucher eine Dienstleistung gegenüber der Schufa und kontrollieren nebenher, ob auch keine Rechtsverletzungen uns gegenüber getätigt werden."

      Die Schufa darf grundsätzlich einmal pro Jahr Geld für eine Auskunft verlangen, was der Verbraucherzentrale Bundesverband kritisch sieht. Denn die Schufa bekommt durch die Rückmeldung des Verbrauchers umsonst eine Datenkorrektur, falls unrichtige Angaben im Computer der Schufa stecken. Und das kommt laut der Verbraucherverbände durchaus vor. Zwar führt auch die Schufa regelmäßige Inventuren bei größeren Kunden durch, sie gibt aber zu, dass die Verbraucher-Rückmeldungen zur Korrektur beitragen. Für die Schufa sind die Auskunftskosten jedoch angemessen, wie der Leiter der Pressestelle Christian Seidenabel meint:

      "In der Regel sind immer alle Preise zu hoch. Wir halten 18,50 Euro für einen absolut angemessenen Preis, insbesondere wenn man ihn vergleicht mit anderen Verwaltungsauskünften - polizeiliches Führungszeugnis und andere Auskünfte - da liegt das genau in der Bandbreite, was das normalweise kostet."

      Die Schufa unterstreicht auch, dass es für eine einmalige Zahlung von 18,50 Euro einen Onlinezugang gibt, wo der Verbraucher ständig seine Daten abfragen kann. Wer eine Schufa-Zweigstelle nicht in seiner Nähe hat oder nicht ins Netz kann, der könne auch über die Telefonhotline die Schufa jederzeit erreichen. Darüber hinaus bietet der Onlinezugang noch weitere Serviceangebote. Christian Seidenabel:

      "Wir haben ein anderes Produkt, das heißt web code, da können Sie in Ihrem Onlinezugang eine Auskunft konfigurieren und zum Beispiel dem Vermieter zukommen lassen. Da klicken Sie an, was Sie wollen, was er über Sie erfährt und diese Auskunft, der web code, kostet nur 1,80 Euro. Bei den 18,50 ist ein web code schon mal enthalten, um das auszuprobieren."

      Der Verbraucher, der häufiger Auskünfte benötigt, sollte sich also online anmelden, um seine Daten abzufragen. Ansonsten muss er jede Bonitätsauskunft auf Papier im Jahr extra mit 18,50 Euro bezahlen, was zwar nicht häufig sein wird, aber vorkommen kann. Allerdings darf die Auskunft nichts kosten, wenn Fehler in den Daten entdeckt worden sind. Frank-Christian Pauli:

      "Außerdem darf sie mich nichts kosten, wenn ich von einem Anbieter, der solche Werte benutzt hat, verwiesen werde auf die Schufa oder eine andere Auskunftei, um mir weitere Auskünfte zu meinem Datenstand zu holen."

      Die Verbraucherzentralen weisen im Übrigen darauf hin, dass nicht nur die Schufa Auskünfte über den Verbraucher sammelt; es gibt andere Auskunfteien, die Daten speichern. Wo sich Verbraucherdaten befinden, das weiß der Bürger häufig nicht. Daher sollte der Verbraucher immer hellhörig sein, wenn er beispielsweise keinen Versandkredit erhält und er weiß, dass seine Bonität in Ordnung ist. Frank-Christian Pauli von der Verbraucherzentrale Bundesverband.:

      "Und wenn es Schwierigkeiten gibt, wenn nicht darauf reagiert wird - das sind auch bußgeldbewertete Tatbestände - dann an die zuständige Datenaufsichtsbehörde wenden, die kann man bei den Beauftragten oder den Verbraucherzentralen abfragen. Und bei den Internetangeboten der Anbieter sind sie auch angabepflichtig. Dort monieren, wenn man die Auskunft nicht erteilt hat, weil dann ein Ordnungswidrigkeitsverfahren gegen das Unternehmen eingeleitet werden muss."