persönliches Budget

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    • persönliches Budget

      hallo,

      hab bei den Links ein paar Adressen reingestellt. Doch würde es mich interessieren - hat jemand schon Erfahrung mit dem pB gemacht, ob nun als Behinderter oder Angehöriger oder BetreuerIn? Ich finde dieses Modell recht theoretisch und weniger erleichternd. Unterm Strich scheint eher weniger raus zu kommen. Jetzt kann man oder frau sagen, nein wie kleinkrämerisch, die Selbstbestimmung machts. Schön und gut, doch was ist die Selbstbestimmung wert, wenn der Markt diese Wahl eigentlich gar nicht zulässt. Oder doch?

      Heinun
    • Re: persönliches Budget

      wo ist denn die Selbstbestimmung , wenn ein Betreuer alles regelt ? oder regeln muss.
      Ich werde da plötzlich zum Arbeitgeber, muss mich darum kümmern , dass die eingekauften Leistungen korrekt angemeldet sind ( Achtung Schwarzarbeit). Solange nicht geklärt ist wie meine Arbeit dabei vergütet wird, soll das machen wer will. Persönliches Buget finde ich wunderbar für Menschen die körperbehindert sind und sonst alle Sinne beieinander haben und sich dann noch in der Bürokratie zurecht finden.
      Für Betreute ist das Buget eben nicht persönlich, weil ich da auch eine Meinung zu habe.
      Zudem halte ich das wieder mal für ein Leistungsparmodell für sog. mündige Bürger. Es wird noch mehr sozielversicherungsfrei Arbeitsverhältnisse geben, noch mehr " Selbstständige" mit Hungerlöhnen - wer will das eigentlich ??

      Gruß Annette
    • Re: Mogelpackung

      Hallo Annette,

      ich möchte mich deiner Meinung anschließen, doch will ich noch provokant formulieren: ist das persönliche Modell wirklich eine Mogelpackung, mit weniger drin, als versprochen wird? Du beschreibst des zutreffend, dass die persönliche Bestimmung dort aufhört, wo BetreuerInnen letztlich die Marschrichtung vorgeben. Nun sollen wir ja die Betreuung mit den Betreuten führen und nicht über sie hinweg. Das geht zum Teil gar nicht bei Dementen oder schwer psychisch Kranken oder auch durch Sucht in ihrer Willensbildung Behinderten.

      Und es verhält sich wohl tatsächlich so, wie bei dem Kombimodell der Pflegegelder: wer die Leistung privat organisiert (Pflege, Haushaltshilfe) und das Pflegegeld beansprucht, bekommt faktisch weniger, als die, den Pflegedienst mit samt Haushaltshilfe beansprucht. Und sollte der der Pflegedienst das Budget nicht ausschöpfen und für die Versicherte noch was übrig bleiben, wird die Differenz schlicht regide gekürzt und im Verhältnis zu Pflegegeld angepasst. In sofern ist das private Budget doch wieder politische Augenwischerei, oder?

      Heinun