Karnevall und Bonbons

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    • Karnevall und Bonbons

      LG Trier (Landgericht Trier), Urteil vom 07.02.1995 - 1 S 150/94

      Bonbon-Geschosse gehören zum Karnevals-Umzug: Kein Schmerzensgeld bei Verletzungen durch "Kamellen"
      Irrgeleitete Kamelle - Kein Schadensersatz für Zahn

      Der Veranstalter eines Karnevalsumzugs ist nicht verpflichtet, den Teilnehmern Anweisungen über das Werfen von Süßigkeiten in die Zuschauermenge zu erteilen. Besucher von Karnevalsumzügen müssen sich grundsätzlich selbst gegen Verletzungen durch Bonbons oder andere "Wurfgeschosse" schützen. Dies hat das Landgericht Trier entschieden.

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      Im zugrunde liegenden Fall verfolgte ein Zuschauer einen Karnevalsumzug. Die Kamellen flogen kreuz und quer. Nicht alles landeten in den von den Zuschauern mitgebrachten Sammelbeuteln. Eine irrfliegende Kamelle machte dem Schneidezahn des Zuschauers den Garaus, so dass sich dieser in zahnärztliche Behandlung begeben musste. Später verlangte er vom Veranstalter des Zuges Schadensersatz und Schmerzensgeld.
      Gericht weist Klage ab

      Das Landgericht Trier wies die Klage ab. Der Zuschauer habe keinen Anspruch auf Schadensersatz und Schmerzensgeld, da den Veranstalter kein Verschulden treffe.
      Bonbon-Geschosse sind an Karneval ganz normal

      Bonbon-Geschosse gehörten zum Karnevals-Umzug und die Zuschauer müssten sich entsprechend darauf einrichten, urteilte das Gericht.

      Das Urteil ist aus dem Jahr 1995 und erscheint im Rahmen der Reihe "Urteile zu Karneval und Fasching".