Legaler Steuertrick: Abfindung aufteilen

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    • Legaler Steuertrick: Abfindung aufteilen

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      Wenn sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber einig sind,dann können sie die Abfindung aufspalten und somit die steuerliche Belastung für den Arbeitnehmer drücken. Diesen legalen Steuertrick hat der Bundesfinanzhof mit einem Urteil ermöglicht. Damit kann „der Zufluss einer Abfindung steuerwirksam gestaltet werden“, da nach dem sogenannten Günstigkeitsprinzip gehandelt wird.

      Abfindung versteuern: Weniger Steuerlast durch aufgeteilte Abfindung

      Einvernehmliche Einigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer

      Im verhandelten Fall hatte eine Frau aus Baden-Württemberg geklagt: Sie hatte im Herbst 2000 ihren Arbeitsplatz verloren und sollte eine Abfindung von rund 38.000 Euro erhalten. Diese im Sozialplan vereinbarte Summe wurde jedoch nicht in einem Betrag ausgezahlt – stattdessen hatten sich die Frau und ihr Arbeitgeber auf eine andere Art und Weise geeinigt.

      Steuerfreier Teil wurde in 2000, restliche Abfindung in 2001 gezahlt

      Im Herbst 2000 wurde lediglich der steuerfreie Anteil der Abfindung gezahlt. Erst im Januar 2001 wurde dann die restliche Summe gezahlt. Diese einvernehmliche Einigung zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer war dem Finanzamt jedoch ein Dorn im Auge und wurde nicht akzeptiert. In der Einkommenssteuererklärung für 2001 wurde der im Januar 2001 gezahlte Rest der Abfindung nicht einkalkuliert, sondern Steuern sowie Zinsen für das Jahr 2000 nachgefordert.

      BFH urteilt: günstigere Regelung für Arbeitnehmer erlaubt

      Daraufhin zog die Steuerzahlerin vor Gericht und landete schließlich beim Bundesfinanzhof (BFH). Der BFH entschied für die Frau und wies daraufhin, dass ein Sozialplan zwar bindend ist. Allerdings ist es auch erlaubt, dass eine Regelung getroffen wird, die für den Arbeitnehmer günstiger ausfällt – das Günstigkeitsprinzip.

      Bundesfinanzhof, Aktenzeichen IX R 1/09

      GeVestor.de empfiehlt: Nach diesem Urteil ist es kein „Gemauschel“ mehr, wenn Sie mit Ihrem Arbeitgeber eine Einigung treffen und die Abfindung steuergünstig aufteilen, sondern ein ganz legaler Steuertrick. Davon sollten Sie natürlich profitieren und falls Ihr Arbeitgeber dieses Urteil nicht kennen sollte: Weisen Sie ihn einfach darauf hin.

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