Chris stellt sich und seinen "Fall" vor

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    • Chris stellt sich und seinen "Fall" vor

      Hallo zusammen,

      ich bin Chris aus RLP beer

      Mein "Fall" leidet seit 2016 an Verhaltensauffälligkeiten.
      Nach langen hin und her haben wir ihn dazu bewogen zum Arzt zu gehen (bzw. ihn dorthin gebracht).
      Letzten Endes wurden in mehreren Sitzungen folgende Diagnosen gestellt (durch einen Neurologen):

      - Demenz bei Alzheimer-Krankheit
      - Sonstige Alzheimer Krankheit
      - chronische Alkoholkrankheit

      - Des Weiteren wurde ein selbstverständliches Fahrverbot ausgebrochen
      - ebenso in einer späteren Sitzung ein Geschäftsunfähigkeit nach §104 Ziffer 2 BGB aus medizinischer Sicht


      Zum Umfeld meines "Falls":
      - verheiratet, aber seit langer Zeit getrennt lebend
      - lebt in einer Eigentumswohnung
      - krankhaftes Kaufverhalten (Ramschkäufe)
      - Kontrolle über Lebensmittel verloren (gammliges essen teilweise im Kühlschrank etc.)
      - in der Vergangenheit mehrere Vorfälle "Rauchmelder ausgelöst, da Pfanne auf dem Herd (eingeschlafen), Nachbarschaft hat Angehörige informiert
      - Sturz auf Grund Alkohol, dadurch Bewegungsunfähig (1 Tag), Nachbarschaft hat angehörige informiert, diese den Notarzt (Krankenhausaufenthalt)
      - seit 3. Quartal 2016 Pflegestufe 0
      - Kraftfahrzeug wurde im 4 Quartal 2016 "abgenommen" und verkauft, da rund um das Fahrzeug Beschädigungen im Wert von ca. 4000€ aufgetreten waren im Laufe von 4 Wochen, deren Ursache auf mehrfache Anfrage nicht bekannt war
      - Familie wurde von Bekannten auf die Fahrauffälligkeiten bspw. vorm Einkaufsladen und den damit verbundenen Gefahren mehrfach hingewiesen
      - nach ca. einem halben Jahre ohne Fahrzeug, hat mein "Fall" sein ganzen verfügbares Guthaben abgehoben und sich während meines zweiwöchigen Urlaubs wieder ein Auto gekauft, dieses sollte gestern ausgeliefert werden, wurde jedoch vorerst von mir geblockt
      - Wohnung wurde durch Sohn modifiziert (automatische Herdabschaltung mit Bewegungssensor, Strobolicht an Rauchmelder), seit dem keine Vorfälle mehr auf Grund Rauchmelder
      - Konto befand sich weit im Minus, Kredite wurde unnötig gemacht (danach Controlling durch Sohn)


      Folgende Vereinbarungen wurden in der Vergangenheit getroffen bzw. so wurde es geregelt:
      - Generalvollmacht, Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung liegt vor
      - Finanzen werden weitestgehend durch Sohn geregelt (Zugang Onlinebanking Girokonto)
      - Post wird durch Sohn geregelt (bei der Post wurde eine Postumleitung zum Sohn durch den Vater beantragt)
      - Wohnung wird durch Tochter geputzt (ca. 1-2x die Woche)
      - ärztliche Besuche, Einkäufe, Lebensmittelkontrolle etc. wird durch die getrennt lebende Ehefrau geregelt
      - Essen auf Rädern kommt täglich durch den Sozialdienst
      - Medikamentengabe 3x täglich durch Pflegestation (wird von Krankenkasse bezahlt)


      Bisher hat sich die "Betreuung" so ergeben wie sie im Moment ist, ohne sich mit Gesetzen etc. auseinanderzusetzen.
      Ebenso haben der Sohn und die Tochter ein gemeinschaftliches Konto eingerichtet auf dem sich das Geld vom Autoverkauf des Vaters sowie die Zahlungs-Eingangänge der Pflegekassen (wird manuell monatlich vom Sohn überweisen) sammeln. Hintergrund ist der Schutz des Guthabens vor "unnötigen" Ausgaben durch den Vater.

      So, ich glaube bis hierher ist jetzt mal kurz zusammengefasst die Vorgeschichte hail


      Der erneute Kauf eines Kraftfahrzeugs hat jetzt neuen Handlungsbedarf gezeigt, wie bspw. die Beantragung einer Überprüfung der Fahrtüchtigkeit durch einen Amtsarzt und damit evtl. verbundenen Führerscheinentzug durch die Kreisverwaltung. Der Vater wurde von seinem Sohn darüber informiert, mit dem Hinweis, das bei wider Erwarten der Feststellung der Fahrtüchtigkeit gemeinschaftlich ein Fahrzeug gekauft werden kann.

      Bis hier erhoffe ich mir von euch eine kurzes Feedback stick


      Folgende Fragen sind für mich jetzt noch total unklar:
      - welche Vorteile hat eine "rechtliche Betreuung mit Einbewilligungs-Vorbehalt (ehrenamtlich)" gegenüber der jetzigen Handhabung (Vollmacht)
      - ist der geschlossene Kaufvertrag des Fahrzeugs rechtskräftig (Diagnose liegt über Attest vor, sowie Vorsorgevollmacht)
      - muss der Verkäufer das Fahrzeug zurücknehmen (es werden 20% Aufwandsentschädigung gefordert)
      - darf sich die Familie (Frau, Tochter, Sohn) eine Aufwandsentschädigung von dem Pflegegeld zukommen lassen (wenn ja wie hoch?)
      - Darf das Pflegegeld im ermessen des Sohnes (der die Finanzen regelt) eingesetzt werden (Essen auf Rädern, Porto, Spritkosten etc.)
      - der "Nachteil" einer gesetzlichen Betreuung wäre m. E. nach eine Überwachung durch das Amtsgericht (bei ehrenamtlicher Betreuung 399€ im Jahr) Wobei es mir sehr wichtig ist zu betonen, dass im finanziellen Interesse des Betreuten gehandelt wird und keine Veruntreuung stattfinden soll. Die Finanzgestalltung ist m. E. nach in der jetzigen Regelung einfach unkomplizierter
      - habe ich in der jetzigen Regelung die Möglichkeit Rechtsgeschäfte auf Grund des Attest anzufechten oder nur bei rechtlicher Betreuung (allein dies wäre ein Grund für mich einen Antrag zu stellen)
      - Darf ein Betreuer Teilbereiche "delegieren" Arztbesuche etc.(wie es jetzt auch der Fall ist)

      Weitere finanzielle Frage:
      - zwischen dem Betreuten und seiner getrennt lebenden Ehefrau wurde vor ca. 20 Jahren eine Regelung getroffen, die nicht dokumentiert ist. Der Betreute zahlt seiner getrennt lebenden Ehefrau einen Betrag "X" per Dauerauftrag auf ihr Konto als Ausgleich zu minderen Verdiensteinkünfte wegen der Kinder etc., wie verhält sich dies wenn ein gesetzlicher Betreuer (Ehrenamt) eingesetzt wird?


      So, ich glaube jetzt habe ich meine ganzen Fragen hier mal reingehauen und hoffe mal dass ich halbwegs verständlich rübergekommen bin :D

      Danke für eurer Interesse und ich freue mich von euch zu hören.

      Gruß

      15.04.2017 Nachtrag:
      Ich nehme an ich verwechsle hier auch noch einiges....
      Betreuer in diesem Fall ist noch niemand oder?
      Aufwendungen an die pflegenden Personen (Getränke usw. Sohn, Einkäufe Frau, Putzen Tochter), kann vom Pflegegeld der Pflegeversicherung (Pflegestufe 0 bezahlt werden)? Nach eigenem Ermessen?

      Dieser Beitrag wurde bereits 8 mal editiert, zuletzt von Chrissi80 ()