Wohnungsauflösung

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    • Wohnungsauflösung

      Hallo zusammen!


      Meine Schwester hat die vorläufige betreuung meiner mutter bis 12.12.2014 und darf laut gericht aber noch nichts machen. Sie darf in der klinik unterschreiben wegen op´s aber wohnung, bank und soweiter darf sie nix machen. Kann mir jemand sagen warum? Auch dürfe sie beim amt ( Grundsicherung) nichts machen, und jetzt meine frage warum nicht? man macht sich doch strafbar wenn man nicht bescheid sagt oder? Die ärzte meinten mama wird nie mehr alleine leben können, wenn dann pflegeheim. Ich habe soviele verschieden fragen, und brauche eure hilfe
    • hallo Evi,

      erstmal meinerseits herzlich willkommen hier im Forum. Ich hoffe und wünsche dir, viele gute Tipps und effektive Hilfe. Nun zu eurer Mutter - das liest sich ja schrecklich. Möchte wissen, wie es euch damit ergeht. Doch deine Frage ist eine andere, weshalb darf deine Schwester nicht tätig werden, wo sie doch als Betreuerin ernannt ist.

      Ist sie das? Erging ein Beschluss? Hat sie den Ausweis? Und was steht in dem Beschluss? Worum hat sie sich zu kümmern? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand als Betreuer, egal ob vorläufig oder nicht, regulär beauftragt ist, und dann sich um nichts zu kümmern hat. Entscheidend ist, was im Beschluss steht und im Ausweis - was in der Regel übereinstimmen sollte.

      Es ist aber auch mir schon vorgekommen, dass ein Einwilligungsvorbehalt erklärt wurde und der stellvertretende Leiter einer Filialstelle einer renomierten Bank meinte, ich als Betreuer bedürfe die Einwilligung der Betreuten. Er war davon total überzeugt und war verwundert, als sich ihm erklärte, dass es sich genau anders herum verhält. Sowas kommt vor.

      Bei den Entscheidungen zur OP ist das Gericht zu befragen. Es gibt sowas wie einen Entscheidungsvorbehalt bei schweren Eingriffen. Da muss das Gericht zuvor um Genehmigung ersucht werden. Dies kann nicht pauschal vorab bewilligt werden. Und zwar generell und hat jetzt nichts speziell mit euch und eurer Mutter zutun.

      Und wenn der Zustand eurer Mutter unzweifelhaft ist und deine Schwester beauftragt ist, dann darf sie meines Erachtens auch loslegen und die Finanzen klären, einen Heimplatz suchen und die Verlegung von der Klinik zum Heim organisieren, die Wohnung auflösen und dgl. Am allerbesten natürlich zusammen mit dir, damit es keinen Stress gibt bei der Auswahl des Heimes und bei der Verwendung von Mobiliar und dgl. Solche Streitigkeiten kommen schnell zustande. Auch ist zu klären, was der Vermieter noch bekommt.

      Lass uns wissen, wenn du willst, wie es weitergeht und wo du noch Fragen hast. herzlich Heinz
    • Heinz schrieb:

      hallo Evi,

      erstmal meinerseits herzlich willkommen hier im Forum. Ich hoffe und wünsche dir, viele gute Tipps und effektive Hilfe. Nun zu eurer Mutter - das liest sich ja schrecklich. Möchte wissen, wie es euch damit ergeht. Doch deine Frage ist eine andere, weshalb darf deine Schwester nicht tätig werden, wo sie doch als Betreuerin ernannt ist.

      Ist sie das? Erging ein Beschluss? Hat sie den Ausweis? Und was steht in dem Beschluss? Worum hat sie sich zu kümmern? Ich kann mir nicht vorstellen, dass jemand als Betreuer, egal ob vorläufig oder nicht, regulär beauftragt ist, und dann sich um nichts zu kümmern hat. Entscheidend ist, was im Beschluss steht und im Ausweis - was in der Regel übereinstimmen sollte.

      Es ist aber auch mir schon vorgekommen, dass ein Einwilligungsvorbehalt erklärt wurde und der stellvertretende Leiter einer Filialstelle einer renomierten Bank meinte, ich als Betreuer bedürfe die Einwilligung der Betreuten. Er war davon total überzeugt und war verwundert, als sich ihm erklärte, dass es sich genau anders herum verhält. Sowas kommt vor.

      Bei den Entscheidungen zur OP ist das Gericht zu befragen. Es gibt sowas wie einen Entscheidungsvorbehalt bei schweren Eingriffen. Da muss das Gericht zuvor um Genehmigung ersucht werden. Dies kann nicht pauschal vorab bewilligt werden. Und zwar generell und hat jetzt nichts speziell mit euch und eurer Mutter zutun.

      Und wenn der Zustand eurer Mutter unzweifelhaft ist und deine Schwester beauftragt ist, dann darf sie meines Erachtens auch loslegen und die Finanzen klären, einen Heimplatz suchen und die Verlegung von der Klinik zum Heim organisieren, die Wohnung auflösen und dgl. Am allerbesten natürlich zusammen mit dir, damit es keinen Stress gibt bei der Auswahl des Heimes und bei der Verwendung von Mobiliar und dgl. Solche Streitigkeiten kommen schnell zustande. Auch ist zu klären, was der Vermieter noch bekommt.

      Lass uns wissen, wenn du willst, wie es weitergeht und wo du noch Fragen hast. herzlich Heinz
      Hallo Heinz


      Erstmal danke das du mir so schnell geantwortet hast. Also gestern hat meine schwester mit der zuständigen richterin tel und sie bekommt jetzt das große, so das sie alles regeln darf. Das einziege was sie noch nicht machen soll, das sie die wohnung kündigt denn sie wissen nicht wie die sache aussieht in 8 monaten, da mama im moment auf der neurologischen reha ist und das die nächsten 8 monate oder länger. Wie gesagt alles darf sie regeln, nur die kündigung noch nicht denn sie wissen ja nicht ob es reicht das ein pflegedienst kommt zur mama. Wir sehen die sache anderst, denn die ärztin meinte das mama wennnnnn in ein pflegeheimkommt, aber der MRSA Virus wird da schon vorher alles erledigen, da der virus ziemlich böse ist und sie kaputt machen wird. Letzte woche mittwoch hatten wir auch ein gespräch in der klinik, und wenn was schlimmeres kommt, dann warten sie auf unser okay und mama´s Peck wird eingestellt. Im moment geht es uns nicht so gut, denn ich versuche meiner schwester soviel abzunehmen wie es geht, da sie totall überfordert ist
    • Hallo Evi,

      dass es euch momentan nicht sonderlich gut geht, kann ich verstehen. Ginge mir genauso. Dass das Gericht so entschieden hat, ist zwar verwunderlich, aber nicht außergewöhnlich.

      Entscheidend sind zwei Sachen - zum einen die STellungnahme der Ärzte bzw. des Arztes. Wenn die bescheinigen, am besten schriftlich, dass eine Rückkehr nach Hause ausgeschlossen ist, kann auch das Gericht nicht anders.

      Zum andern die Frage der Finanzen - die Miete läuft weiter. Zudem gibt es eine Kündigungsfrist auch nach dem Tod eurer Mutter oder einem dauerhaften Umzug ins Heim. Wer trägt die Kosten? Eure Mutter? Sollte sie in Heim kommen, wer trägt dann die Kosten? Ist sie dann Selbstzahler und kann aufgrund ihrer finanziellen Einkünfte (Rente, Zinsen oder dgl.) sowohl die Heimkosten wie auch die Miete zahlen? Kommt selten vor. Bleibt sie im Heim, bleibt für die Wohnung nicht viel übrig. Kinder sind für ihre Eltern unterhaltspflichtig, haben aber nicht für deren Verbindlichkeiten, also Schulden auch nicht gegenüber dem Vermieter aufzukommen.

      Heißt, wenn die Wohnung gehalten werden soll, weil das Gericht es so will, sie aber nicht die Mieten bezahlen kann, weil die Rente schon für die Heimkosten aufkommt, verpflichtet das Gericht deine Schwester, Schulden für ihr Mutter also für die Betreute zu bilden. Das widerspricht dem Gesetz und ist nicht zum Wohl der Betreuten. Gegen den Beschluss bzw. Anweisung, die Wohnung zu halten, es sein denn die Ärzte würde diese Möglichkeit noch offen lassen, würde ich Einspruch einlegen. Auch der Richter oder die Richterin sind nicht fehlerfrei und müssen notfalls ihre Entscheidung korrigieren.

      Sollte das Gericht so denken, dass bei Ableben eurer Mutter die Kinder, also ihr beide dann für die Verbindlichkeiten aufkommt, so könnt ihr das Gericht darüber informieren, dass ihr bereit seit, das Erbe auszuschlagen, wenn es überschuldet ist. Dann trägt die Gemeinschaft eine solche Fehleinschätzung und Entscheidung. Wäre was für die Lokalpresse. Und das Betreuungsgericht samt deren unsinnige Entscheidung an den Pranger.

      Aber wie gesagt, letztlich entscheidend ist die Aussage und Stellungnahme der Ärzte. Schließen die kategorisch eine Rückkehr in die eigene Wohnung aus trotz Pflegedienst mehrmals am Tag oder dgl, dann wird sich in den meisten Fällen dass Gericht dieser Meinung anschließen und die Wohnung kann dann rechtzeitig und fristgerecht gekündigt werden.

      In diesem Sinn viel Erfolg
      Heinz