Nach drei Monaten Verfahrenspfleger-HILFE!

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    • Nach drei Monaten Verfahrenspfleger-HILFE!

      Hallo,

      ich wende mich an dieses Forum, weil ich hoffe, hier Hilfe bekommen zu können. Kurz zusammengefasst: Ich bin jetzt seit gut drei Monaten Berufsbetreuerin, habe mittlerweile schon den 10. Betreuten (ein Betreuter ist zwischenzeitlich verstorben, um die andere kümmert sich jetzt der Enkel) und heute habe ich vom Gericht ein Schreiben bekommen, wobach ich zur Verfahrenspflegerin ernannt werden soll. Im Internet habe ich erfahren, dass zumeist Anwälte damit betraut werden. Ich aber bin Gerontologin und Soziologin, habe also mit Juristerei nur im Rahmen der Betreuungen in den letzten drei Monaten zu tun gehabt.

      Nun stehe ich hier wie 'n Ochs vor'm Berg :verwirrt: . Können mir hier erfahrene Mitglieder vielleicht einiges dazu sagen, bitte? Das würde mir sehr weiterhelfen! :help:

      Danke schon mal...

      Leviathan
    • hallo Leviathan,

      herzlich willkommen im Forum. Bei deinem Alias wurde ich stutzig. Mir kam er schon mal unter. Dank Google fiel es mir aus Schulzeiten ein: Thomas Hobbes de.wikipedia.org/wiki/Leviathan_%28Thomas_Hobbes%29

      Und kann das nicht schon die Antwort auf deine Frage sein? Du möchstest dein Problem meistern und überwinden und sehnst sich nach den Kräften des Ungeheuers?

      Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber dass du dir diesen alias gabst, kommt ja nicht von ungefähr. Nun, du hast in den ersten 3 Monaten 10 Betreuungen erhalten - chapeau - das nenn ich Glück. Und auch das kommt gewiss nicht von ungefähr, wie auch die Ernennung zur Verfahrenspflegerin. Das Gericht hält große Stücke auf dich. Und in den übrigen Betreuungen hast du dem Gericht sicherlich den Eindruck vermittelt, im hohen Maße kompetent zu sein. Ansonsten hätten sie gewiss jemand anderen angefragt.

      Jetzt hast du kalte Füße, Kribbeln im Bauch und Lampenfieber oder so. Wie wars, als du als Betreuerin angefangen hast? Und - hat es sich in den ersten Monaten gelegt? Und meinst du nicht auch, dass du auch diese Aufgabe meistern wirst?

      Es kann natürlich noch andere Gründe geben für dein Herzflattern - 10 Betreuungen in den ersten drei Monaten - da gibts viel zutun. Und nu Verfahrenspflegerin. Es kann nun sein, dass es deine Kräfte und dein Zeit übersteigt. Ich an deiner Stelle würde es auf mich zukommen lassen. Niemand erwartet von dir über Nacht zum alten Hasen zu mutieren, zig Jahre Berufserfahrung und mit allen Wassern gewaschen zu sein. Gesteh dir und den andern ein, ein Anfänger zu sein. Alle haben irgendwann mal angefangen und waren demnach Anfänger und haben auf die Nachsicht und das Verständnis der anderen vertraut und gebaut. Was spricht dagegen, dass du es auch so machst? Was du nicht weißt, liest du nach. Du hast bestimmt schon einen Blick ins FamFG geworfen [url]http://dejure.org/gesetze/FamFG/[/url]und unter dem Stichwort Verfahrenspfleg werden noch andere Querverweise angezeigt und die Rechtsprechung gleich mit geliefert.

      Nun geb ich dir Recht, man studiert nicht Jura, wenn die Arbeit auch andere Nichtjuristen gleichermaßen machen können. Aber als Berufsbetreuerin ist es gut, eine Anwältin oder einen Anwalt in petto zu haben, um sich auch in anderen Fragen z.B. Haftungsrecht oder auch mal in Fragen der Klienten ob Verbraucherschutz oder Mietrecht oder oder Rat zu holen. Und die oder den fragst du einfach mal. Notfalls, so würde ich es machen, würde ich mir eine Privatstunde gönnen und mir die Grundzüge erklären lassen. Das wäre mir 50 oder 80 € wert. Oder ich würde mich an die Betreuungstelle wenden und mich erkundigen, wann und wo mal ein Vortrag über die Zusammenhänge gehalten wird. Ansonsten würde ich - learning by doing - von Fall zu Fall mich vorarbeiten.

      In diesem Sinn viel Erfolg. Und ich glaube - du schaffst das.
      Heinz


    • Hi leviathan,

      Willkommen im forum. :) , bis später nochmal.

      Lg mondstaub
      versuche das ignorieren dejnigen, die vorehr gut zu dir waren, zu vergessen,auch wenns wehtut, aufgrudn der verletzung des vorigesn vertrauens, das nchit wert und schmerzt um so mehr, dessen niveou!menschen sind die schlimmeren kreaturen, ncih die tiere. bitte leute macht euch ein eigenes bild von jemanden, und und nich durch andere was euch gesgat wird! :verysad:
    • Danke für die Hilfe, Heinz!

      Hallo Heinz,

      Vielen Dank für die wirklich Mut machende Antwort. In der Tat: es ist wirklich nicht so schlimm gewesen, wie ich es mir vorgestellt habe. Wirklich geholfen hat mir aber Deine Antwort deswegen, weil das Geschriebene mich so sehr zum Schmunzeln gebracht hat, dass schon im Vorfeld die Angst mindestens um die Hälfte reduziert war. Ich dachte, wer so schreibt, der weiss ganz genau, wovon er selbst und der Hilfe Suchende redet...

      Vielen lieben Dank!

      Leviathan (nun sollte ich mein Pseudonym ändern... ;) )