Wann

    • Wann wird es endlich wieder so, wie es nie war von Joachim Meyerhoff.

      Der Autor erzählt wie es ist zwischen Hunderten von körperlich und geistig behinderten Menschen aufzuwachsen. Er ist Sohn des Direktors des psychiatrischen Kinder- und Jugendkrankenhauses Hesterberg in Schleswig, sein Elternhaus liegt mitten auf dem Anstaltsgelände. Ich habe grad erst mit dem Roman angefangen, finde ihn noch nicht so besonders interessant, aber weil ich den Hesterberg und den früheren Direktor in Vorlesungen kennengelernt habe, möchte ich die Geschichte doch gern zu Ende lesen. Der Autor ist ja tatsächlich der Sohn von Dr Meyerhoff, dem früheren Leiter der Kinder- und Jugendpsychiatrie. Kennt zufällig sonst noch jemand den Hesterberg?
      Wenn jeder alles von dem andern wüßte, es würde jeder gern und leicht verzeihen, es gäbe keinen Stolz mehr, keinen Hochmut. Hafis
    • hallo Rosine,

      schön von dir zu lesen. Das scheint aber auch ein schweres Buch zu sein, bei der Problematik oder werden Anekdötchen der Menschen mit Behinderungen erzählt? Oder auch das Alltagsgeschehen und der Kampf um Anerkennung und Finanzierung und der persönlichen Schwierigkeiten der Mitarbeiter miteinander, untereinander und mit den Behinderten? Interessant ist ja die Paradoxie im Titel - wann wird es endlich wieder so, wie es aber nie gewesen ist? Also wann beginn das ersehnte Paradies, das keiner kennt und jeder sich unterschiedliche Vorstellungen macht? Gibt es das überhaupt? Hier auf der Erde bei uns derzeit irgendwo? Oder überhaupt, ohne jetzt religiös zu werden, einfach nur mal so gedacht? Ist nicht jetzt die best Zeit für die Menschen mit Behinderung? Geht es ihnen nicht heute besser als je zuvor, all die Jahrhunderte zuvor, oder vor, während und nach Adolf und dem Weltkrieg? Ist es realistisch oder utopisch anzunehmen, dass es den Menschen mit Behinderung in 10, 50, 100 Jahren noch viel viel besser gehen wird?

      Eine Dokumentation im WDR5 berichtete mal über die Entwicklungen in der Psychiatrie. Ist ja nicht völlig wesensverschieden. Über die Jahrzehnte kam man vom Wegsperren und Sedieren zur Ergotherapie. Doch der Druck der Krankenkassen und Kommunen schafft wieder Begehrlichkeiten nach effizienter Behandlung mit weniger Personal und kürzeren Verweilzeiten. Auch die Lebenshilfe weiß davon, dass Umstrukturierungen zu neuen Wohnformen bishin zu pädagogischem Einzelwohnen nicht nur opportun sondern unvermeidbar waren. Aber gewiss nicht für alle ersehnt oder begrüßt. Das Schröderische Prinzip von Fordern und Fördern hielt auch in der Pflege und Betreuung von Menschen mit Behinderung Einzug. Sicherlich ist es für manchen bereichernd, an Selbständigkeit zu gewinnen, aber es fällt nicht nur aber auch Menschen mit Behinderung schwer, die Trägheit und die Bequemlichkeit zu überwinden und selbst aktiv und tätig zu werden. Aber der Fluch liegt im Normativen des Faktischen, soll heißen, wo es manchem gut tut, heißt es nicht, dass es allen gleichermaßen gut tut. Schließlich sind die Menschen egal mit welcher Behinderung einzigartig. Und Pauschalierungen aus Kostengründen hat manchem wehgetan.

      Insofern bin ich gespannt, was du uns erzählen kannst, was dir das Buch an Gedanken und Gefühlen geschenkt hat. Besten Gruß
      Heinz
    • hallo rosine sägespäne,

      ich kenne den hesterberg die kinder und jugendpsychiatrie dort, war dort in den 90er jahren selbst als patientin. wolltest du da was wissen?
      dass buch kenne ich nicht, bist shcon durch ?

      viele grüße mondstaub
      versuche das ignorieren dejnigen, die vorehr gut zu dir waren, zu vergessen,auch wenns wehtut, aufgrudn der verletzung des vorigesn vertrauens, das nchit wert und schmerzt um so mehr, dessen niveou!menschen sind die schlimmeren kreaturen, ncih die tiere. bitte leute macht euch ein eigenes bild von jemanden, und und nich durch andere was euch gesgat wird! :verysad:
    • Ja, ich bin durch. Mich störte an dem Buch, dass es anfangs gleich eine Beerdigung gab, eine Amsel wurde von den drei Geschwistern begraben, und am Ende gab es zwei Todesfälle. Der geliebte Hund mußte eingeschläfert werden und der Vater starb. Tod ist wohl ein zentrales Thema von J. Meyerhoff. Der Autor, so scheint es mir, hat mit seinem Roman vieles aus seiner Lebensgeschichte verarbeitet. So hat die Geschichte teilweise richtig komische Kapitel und beschreibt Situationen, die zum Lachen sind, dann aber wird es wieder holperig, oder besser gesagt sehr realistisch. Meyerhoff beschreibt die Menschen und sich selbst besonders mit all den Brüchen, die ja in jedem liegen. Und das finde ich auch beachtenswert. Es wird nicht nur schön geredet, es wird nicht einseitig und einspurig etwas erzählt, sondern es bleibt lebendig auf Grund mancher dargestellten Disharmonien der beschriebenen Personen. Es ist ein Roman, der die Verletzbarkeit des Lebens zum Inhalt hat.

      @ Mondstaub - Hast du Professor Meyerhoff damals persönlich kennengelernt? Vielleicht ist das Buch auch für dich interessant. Ich konnte mir ihn beim Lesen ganz gut ins Gedächtnis rufen, denn sein Sohn Joachim schreibt viel über ihn, er kommt oft vor in diesem Roman. Allerdings hauptsächlich in der Vaterrolle.
      Wenn jeder alles von dem andern wüßte, es würde jeder gern und leicht verzeihen, es gäbe keinen Stolz mehr, keinen Hochmut. Hafis
    • hi rosine sägespäne,

      nein, habe diesen mann nich persönlich kennengelernt. in den neunziger jahren hörte und kannte ich nur die familie gleissenberger dort.. , die ärzte.
      ja, ich glaub das buch werd ich mal bestellen, hatte das letztens schon angeschaut, als du du das erste mal davon hier geschrieben hattest, bei amazon.

      lg mondstaub
      versuche das ignorieren dejnigen, die vorehr gut zu dir waren, zu vergessen,auch wenns wehtut, aufgrudn der verletzung des vorigesn vertrauens, das nchit wert und schmerzt um so mehr, dessen niveou!menschen sind die schlimmeren kreaturen, ncih die tiere. bitte leute macht euch ein eigenes bild von jemanden, und und nich durch andere was euch gesgat wird! :verysad: