Betreuerwechsel

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  • Betreuerwechsel

    Hallo und zwar habe ich eine ganz schlimme Geschichte zu berichten die mir fast keiner glauben wird aber leider ist es gerade in mein
    meiner Familie der Fall und ich brauche einen Rat wie ich weiter vor gehen soll denn das nötigste haben wir schon veranlasst zwei Beschwerden sogar per einschreiben gegen diese Betreuerin und mit dem anliegen des Betreuerwechsels.
    Wie lange dauert so ein betreuerwechsel in der regel?werden wir davon in kenntnis gesetzt und wie verläuft das?bitte um antwort die geschichte dazu beim nächsten mal da ich mit handy schreibw bin ich nicht so schnell vielen dank
  • hallo Emilie,

    du fragst, wie lange es dauert, bis ein anderer Betreuer oder eine andere Betreuerin benannt und die Betreuerin entlassen wird. Du schreibst, ihr habt schon zwei Beschwerden verschickt. An wen? an die Betreuerin? Dann wird sich vermutlich nicht viel tun. Ans Gericht? Dann wird das Gericht die Betreuerin zur Stellungnahme auffordern. Die wird natürlich das Geschehen, um was es sich auch handelt, aus ihrer Sicht darstellen und nachvollziehbarer Weise auch zu ihrem eigenen Gunsten darstellen. Heißt, entweder hat sich aus ihrer Sicht alles richtig gemacht oder aber sie konnte einfach nicht anders und war aus welchen Gründen dazu gezwungen. Sollte nun das Gericht zu der Ansicht kommen, was ja längst noch nicht definitiv ist, dass die Betreuerin wiederholt das Wohl der Betreuten missachtet hat oder zur Ausübung der Betreuung nicht in der Lage ist, dann stellt sich das Gericht die Frage, ob a) jemand anderes vorhanden ist, der b) es besser gemacht hätte. Es kann also durchaus sein, dass das Gericht zur Zeit niemand anderes hat, der die Betreuung übernehmen will, weshalb auch immer oder aber jeder andere sich ebenso verhalten hätte wie die derzeitige Betreuerin.

    Und diese Abwägungen und Bedinungen können den Zeitraum für einen Wechsel erheblich verlängern. Also eine erfahrungsgemäße Frist zu einem ansich auch noch zweifelhaften Wechsel, ist echt nicht zu sagen. Zweifelhaft aus eurer Sicht mag der Wechsel nicht sein, sondern dringend notwendig. Aber aus Sicht des Gericht, und alleine die ist entscheidend, können soviele Aspekte den Ausschlag geben, dass ein Wechsel erst nach noch einigen weiteren Vorfällen fürs Gericht bedenklich wird.

    Tut mir leid. Aber das ist, so wie ich es hier im Forum mitbekomme und selbst erlebt habe, eher wahrscheinlich.
    in diesem Sinn
    Heinz
  • In unserer Angelegenheit eilt der Wechsel sehr weil meine Oma durch die Betreuerin sehr leidet und sie ihretwegen fast gestorben
    wäre,weil meine Oma über eine Woche lang mit Schmerzen zu Hause lag leider kann ich immer nur am Wochenende zu meiner Oma da ich selbst ein schwerbehindertes Kind zu Hause habe und ich zudem noch arbeiten ging meine Tante hat den Kontakt abgebrochen
    außerdem brauchen wir die nicht.dann kam meine Oma ins Krankenhaus für eine Woche der Ausgang dafür war ein Zusammenbruch
    in der Sparkasse festgestellt wurde eine entzündung der Gallenblase und meine Oma leidet auch an einer überfunktion der schilddrüse
    dafür bekam sie auch Medikament die sie leider nicht immer einnahm.seitdem Krankenhaus hat meine Oma auch kein Geld mehr zur Verfügung kann nicht Friseur der Pflegedienst hat sich schon beschwert auch kein Geld für Einlauf ist vorhanden außer 30 Euro nicht
    mal extra Geld bekommt meine Oma.die Betreuerin hatte meine Oma gefragt ob es wahr ist das meine Oma einen neuen Betreuer möchte darauf hin sagte meine Oma ja und die Betreuerin sagte das sie das so haben kann und verlassen stinksauer die Wohnung.was sind das für Methoden meine Oma ging langer arbeiten und wird jetzt nur mit 30 Euro ab gespeist das darf doch wohl nicht war sein
    wo leben wir den das lassen wir uns nicht gefallen.
  • hallo Emilie,

    da scheint ja schon einiges quer gelaufen zu sein. Also, nur mal allgemein festgestellt, auch wenn die Betreuerin sämtliche Aufgabenbereiche wie Vermögens- und Gesundheitssorge, Aufenthaltsbestimmung, Vertretung gegenüber Ämtern und Behörden, wohlmöglich noch Postangelegenheiten hat, hat eine Betreuerin nicht die Personensorge, wie die Eltern für ihr Kind. Eine sog. gesetzliche Betreuung ist eine rechtliche Betreuung, heißt, letztlich muss die Betreuerin sich lediglich um die rechtlichen Angelegenheiten der Oma kümmern. Mancher Betreuer macht es ausschließlich von seinem Schreibtisch aus. Ein persönlicher Kontakt ist bei dem begrenzten Stundenkontingent, das vergütet wird, praktisch oft nicht möglich.

    Die Gesundheitssorge, also Krankenhaus und Versorgung und Behandlung liegt nicht in den Händen der Betreuerin. Dafür sind die Ärzte und Ärztinnen und der Pflegedienst und notfalls auch der Sozialdienst der Kliniken zuständig. Gesetzliche Betreuung ist geprägt vom Outsourcing. Heißt, die Betreuerin muss sich darum kümmern, dass es andere machen. Persönliche Zuwendung ist für die rechtliche Betreuung nicht erforderlich. Persönliche Pflege und Versorgung ist nicht Gegenstand der gesetzlichen Betreuung.

    Also die medizinische Versorgung - Tabletteneinnahme ist Aufgabe eines Pflegedienstes. Dass es einen gibt, das ist Aufgabe der Betreuung und dass der Pflegedienst die Arbeit macht und korrekt abrechnet. Mehr braucht die Betreuerin nicht zu tun.

    Dass deine Oma lange gearbeitet hat ist bewundernswert, aber kein Garant, um im Alter mit dem Geld auszukommen. Altersarmut ist normal. Die Betreuerin muss ich darum kümmern, dass die Verbindlichkeiten wie Miete, Strom, Telefon, GEZ, Krankenkasse und dgl. bezahlt und geregelt ist. Nun ist die Frage, was bekommt deine Oma. Wie hoch ist ihre Rente, wie hoch sind ihre Verpflichtungen. Bekommt sie wohlmöglich Grundsicherung von der Kommune. Und was bleibt ihr nach Abzug all der Ausgaben? Da kann es schon mal sein, dass die Betreute mit 30 Euro in der Woche auskommen muss. Allerdings müsste sie dann auch Essen auf Rädern bekommen. Mit 30 Euro in der Woche kann sie sich schlecht selbst verpflegen.

    Ich will damit sagen, dass auf den ersten Blick sicherlich manches beklagenswert ist. Aber der zweite Blick sollte gemacht werden, wie denn die konkreten Umstände sind und was wie anders und besser gemacht werden kann. Und nochmal - Betreuung hat nichts mehr mit Beziehung oder Zuwendung zutun sondern lediglich mit Versorgung. Und die kann auch ohne jeglichen persönlichen Kontakt sicher gestellt werden.

    Sorry, aber so sind die Gesetze und ein anderer Betreuer oder eine andere Betreuerin macht es nicht viel anders.
    Gruß Heinz


  • Ich gebe ihnen Eindruck was meine Oma finanziell für ein und ausgaben hat
    Rente um die 800 Euro
    miete 340 Euro
    Strom um die 40 Euro
    gez um die 50 euro
    Telefon um die 20-25 Euro
    Wohngeld um die 70 Euro
    Pflegegeld 340 Euro
    Krankenkassenbeitrag nicht bekannt

    und 10.000 Euro durch den Verkauf des Hauses dies diene aber als Sterbegeld.
    Da meine Oma immer noch verheiratet ist jedoch mein Opa seit 1960 ab gehauen war musste er aus fündig gemacht werden und dem Verkauf des Hauses zustimmen und er bekam die andre Hälfte
  • Hallo Emilie,

    die Antwort hast du dir praktisch schon selbst gegeben. Und ich befürchte, deine oder eure Beschwerden werden als grundlos zurückgewiesen.

    Lass uns doch mal auf die Einnahmenseite schauen. Da ist eine Rente, die hinsichtliche der Kosten der Unterkunft zu niedrig, aber für die Grundsicherung zu hoch ist. Also bekommt sie Wohngeld. Davon bezahlt sie die Miete bleiben ihr 800+70-340= 530€ richtig?

    Sie wohnt also in einer Mietswohung und bekommt Pflegegeld. Hat aber einen Pflegedienst, den sie von dem Geld bezahlt. Die Frage ist, würde sie sich nicht besser stellen, wenn sie statt der Geld- eine Sachleistung bekäme, also der Pflegedienst nicht das 'reduzierte' Pflegegeld bekommt, sondern den erhöhten Pflegesatz für Pflegedienste? Oder ist der Pflegedienst kein von der Kasse anerkannter Dienst? Wie sähe die Situation beim persönlichen Budget aus? Diese Frage kann die Pflegekasse sicher direkt und umfassend beantworten.

    Aber vielleicht hat sie auch die Kombileistung gewählt samt Pflegedienst, der aber nur die Medikamentengabe kontrolliert, so dass deine Oma noch was raus bekommt. Dann müsste sie davon aber auch die hauswirtschaftliche Versorgung zahlen, also Einkauf und Putzen und dgl.

    Wie andere Sozialhilfebezieher muss sie von den 530€ auch ihren Strom und die GEZ bezahlen, wobei zu überlegen ist, ob sie nicht befreit werden kann und zumindest den Betrag sparen kann. 50€ GEZ sind aber fürs Quartal und nicht für den Monat.

    Also bleiben deiner Oma knapp 400 € im Monat zum Leben. Das sind knapp 89€ die Woche bei 4,5 Wochen im Monat oder bei 30 Tagen 13 € pro Tag. Darin enthalten ist Taschengeld und die Verpflegung. Wohlmöglich bekommt sie Essen auf Rädern. Nehmen wir an, sie bekommt jeden Tag im Monat (30 Tage) ein Essen für 4 € würde 120 € kosten. Von den 400 € abgezogen blieben 280 €, was deine Oma zur Verfügung hätte.

    Die Frage ist, ob nicht von dem Betrag noch weitere Kosten beglichen werden müssen. Die Frage ist, ob sie wohlmöglich als chronisch kranke von den Zuzahlungen für Medikamente befreit ist. Dennoch muss sie über 80 € Eigenanteil im Jahr aufbringen. So kann es sein, dass fürs Taschengeld tatsächlich nur noch 30 € die Woche übrigbleiben. Das ist dann nicht böser Wille oder Nickeligkeit der Betreuerin, sondern einfach die Unabänderlichkeit der Umstände. Eine Betreuerin darf, auch wenn sie wollte, für ihre Betreute kein Geld drucken.

    Und dass deine Oma medizinisch unterversorgt war, ist auch nicht in erster Linie Aufgabe der Betreuerin, sondern des Pflegedienstes. Dann stellt sich aber auch die Frage, welchen Auftrag hat der Pflegedienst und wie oft soll er nach deiner Oma schauen? Sollte er täglich kommen und das für mindestens eine 3/4 Stunde, dann sollte fix die Geldleistung in eine Sachleistung umgestellt werden.

    In diesem Sinn viel Erfolg
    Heinz