Rechte von Betreuer-Innen

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    • Rechte von Betreuer-Innen

      auch ein interessantes Thema:

      was dürfen BetreuerInnen, was sind ihre Rechte und worauf haben sie einen Anspruch.

      Oftmals klingt es so, als wenn BetreuerInnen nur müssen und dürfen und sollen und überhaupt wären sie die Bimbos der Nation. Dem ist ja nicht ganz so, also weder das eine noch das andere. Sicherlich die Ansprüche auf Vergütung sind jetzt nicht wirklich doll. Andererseits, ich schrieb schon in anderen Beiträgen hier dazu, kann bei einer beachtlichen Anzahl von Betreuungen schon ein beachtliches Salär zusammenkommen. Es gibt nicht viele Berufe, wo man mit 40 Betreuungen und einer durchschnittlichen Stundenzahl von 4 Stunden im Monat und einer Vergütungsstufe von 44 €/Std. auf über 7tsd € kommt. Das wäre dann eine rein rechnerische Arbeitszeit von durchschnittlich 36 Std. die Woche und nicht ganz eine Stunde pro Betreuung die Woche. Das für über 84tsd € im Jahr. Gut die müssen versteuert werden, Krankenkassenbeiträge zahlen BetreuerInnen voll und kein Arbeitgeber die Hälfte. Hinzukommen dann noch diverse Versicherungen wie Vermögensschadenhaftpflicht und wohl auch Rechtschutz.

      Aber es können auch einige Kosten gewinnmindernd bzw. einkommensteuermindernd geltend gemacht werden.

      Aber das ist ja nur die Seite der etablierten BerufsbetreuerInnen. Für die, die gerade anfangen sieht die Rechnung natürlich ganz anders aus. Aber auch die haben nicht nur Pflichten gegenüber dem Gericht oder den Betreuten. Die Pflichten gegenüber dem Gericht sind weithin bekannt wie Anfangs- und Endbericht, jährlicher Vermögensbericht und Rechnungslegung und für manche Entscheidung die Genehmigung beantragen, wie bei Auflösung des Kontos des Betreuten oder eine längerfristigen Geldanlage oder die Kündigung des Wohnraums und dgl. mehr.

      Aber was darf ein Betreuer resp. eine Betreuerin im Rahmen ihrer Arbeit? Sie haben nicht nur das Wohl der Betreuten zu wahren, was ja eine Aufgabe und Pflicht ist, sondern sie dürfen im Rahmen dessen frei entscheiden. Anders als das Verwaltungsgericht in seiner Entscheidung zur Gewerbesteuer bin ich der Ansicht, dass BetreuerInnen sehr wohl fachlich kompetent sind und sein müssen, sich fortbilden in Fragen psychischer Krankheiten wie auch Sozialrecht. Und sie haben aufgrund ihrer Aus- und Weiterbildung nicht nur die Pflicht, sondern auch das Recht, das Leben des und der Betreuten so zu gestalten, dass die Betreuten mit ihrem Leben und in der Gesellschaft klar kommen können.

      Ich hatte mal einen Betreuten, der erzählte mir was von Elliens und dass er von einem anderen Stern wäre und ich mich nicht wundern solle, wenn sie ihn holen würden. Ansonsten bekam er sein Leben in seiner Wohnung halbwegs hin. Versorgte sich selbst und belästigte niemanden. In einem niederschwelligen Wohnumfeld kam er zurecht. Ich sah meine Aufgabe darin, kreativ und innovativ ihm dieses Leben trotz aller behördlichen Schwierigkeiten zu ermöglichen. Und wenn es 'meinem' Betreuten halbwegs gut ging, ging es mir auch gut. Mitunter beschenkte ich mich durch den Erfolg meiner Arbeit selbst.

      Das ist mit Geld nicht zu bezahlen und oft verhält es sich ganz anders. Leider auch hier und da im Betreuungswesen. Doch das Ermessen innerhalb der Arbeit so wahrzunehmen, dass die Arbeit nicht nur frustriert, ist ein hohes Gut und gewährt viele Möglichkeiten.

      In diesem Sinn wünsch ich allen Betreuern und Betreuerinnen, ob freiberuflich oder ehrenamtlich, viel Erfolg in und Zufriedenheit durch ihre Arbeit.
      Heinz
    • hallo Andrea,

      ich habe mir erlaubt, da du meinen Beitrag komplett und unverändert zitiert hast, ihn durch den Link zu verkürzen.

      Nu, aufgrund des Beitrags möchtest du Betreuerin werden. Habe ich dich da recht verstanden? Welche Form von Betreuerin, ehrenamtlich oder beruflich? Und welche schulische und berufliche Ausbildung oder vielleicht berufliche Tätigkeit bringst du mit? Das ist für den Beruf der Betreuerin recht entscheidend, aber auch für die ehrenamtliche Tätigkeit. Oftmals beginnt auch die berufliche Arbeit erst einmal über die ehrenamtliche. Und sollte der Verdienst dich locken, so bekommst du als ehrenamtliche Betreuerin zunächst nur 364 € IM JAHR pro Betreuung und das, bis du 11 Betreuungen hast oder aber die Betreuungen bis zu 10 dich wie eine berufliche Betreuerin in Anspruch nähmen.

      besten Gruß Heinz