Wer gegen Rundfunkbeitrag ist kann jetzt noch Petition unterschreiben

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  • Wer gegen Rundfunkbeitrag ist kann jetzt noch Petition unterschreiben

    Alle Versuche die Haushaltsabgabe für die Rundfunk- und Fernsehgebühren zu verhindern sind gescheitert. Es ist nichts möglich im Moment. Sie ist nicht zulässig, weil manche Familien wollen nicht zu einem Fernseher für sie teuer verpflichtet werden, und es muss darüber eine Wahlmöglichkeit bestehen. Günstigeres Fernsehen wird allerdings immer mit Werbung dann sein, weil das ist so nicht leistbar.

    openpetition.de/petition/onlin…erung-von-medienkonzernen
  • hallo Mausi,

    Petition finde ich ansich gut, also die basisdemokratische Beteiligung. Aber es ist Vorsicht geboten, vor dem falschen Karren gespannt zu werden. Wir wissen aus der Befreiung angeblich systemwichtiger Betriebe bei der Steuerabgabe und dem Geschwafel der FDP, was von solchen Machenschaften zu halten ist. Ähnlich verhält es sich meines Erachtens bei der GEZ.

    Sicherlich ist Kritik angebracht. Das Gesetz ist wohl korrekturbedürftig, doch für wen und warum? Entscheidend ist zunächst der private Verbraucher. Und da finde ich die pauschale Veranschlagung alternativ zu der Schnüffelei und dem Bürokratismus zuvor wirklich eine Fortschritt. Nun bin auch ich selbständig und muss seit Anfang des Jahres für das Radio im Auto eine zusätzliche Gebühr bezahlen. Das finde auch ich ungerecht.

    Doch andererseits ist es auch gerecht für all die vielfältigen Informationen, die ich erhalte. Und zwar von den Öffentlichen. Die Privaten kann man ja überwiegend eh in die Tonne klopfen. Mir ist der Deutschlandfunk sehr wichtig und der ist absolut ohne die saublöde Reklame, die ich bei allen andern Sendern sofort wegzappe oder umschalte. Ich wäre in dem Zusammenhang auch für eine Petition, dass die gesamten Werbungskosten nicht mehr von allen Steuerzahlern gezahlt werden sollen. Ich verzichte dafür gerne auf die Werbepauschalen, die ich steuerlich geltend mache. Aber dafür findet sich komischerweise keine Mehrheit.

    Und die Ungerechtigkeiten für Betriebe wie Rossmann oder so, das wird das Verfassungsgericht entscheiden. Da ist längst noch nicht das letzte Wort gesprochen.

    dradio.de/dkultur/sendungen/interview/1977305/

    dradio.de/dlf/sendungen/marktundmedien/1976912/

    http://www.dradio.de/wir/rundfunkgebuehren/
  • Der Ex-Verfassungsrichter Paul Kirchhof beschreibt den Rundfunkbeitrag
    in einem Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung als eine Art
    „Kurtaxe“. Gezahlt werde nicht für den Empfang einer konkreten Sendung.
    „Das wäre nicht kontrollierbar“, so Kirchhof. „Wir zahlen für das Recht,
    überall und jederzeit ein breites Programm von Information und
    Unterhaltung verlässlich empfangen zu können. Ob der Einzelne das
    Angebot nutzt, ist seine Sache“.

    Eine dümmere und unkopetentere Meinung wie diese habe ich selten gelesen.

    Lieber Heinz

    Dein Zitat;
    Die Privaten kann man ja überwiegend eh in die Tonne klopfen "
    Ja und ich sage dir, die öffentlichen stehen diesen auf sehr vielen Gebieten sehr nahe!
    Die Begründungen wären eigentlich unendlich wenn man sie alle rechtens aufführen würden.

    Wer glaubt das man die Wahrheit aus dem öffentlichen Rundfunk erfährt zieht die Hose leider mit der Beisszange an, der ist auf dem Holzweg.
    Ich gehe mal von höchst 20% Wahrheit aus.
    Geht ja alles nun schon soweit das man vieles nicht richtig, falsch vermittelt oder gar aufgezwungen bekommt.
    Abgesehen das schon mal der Wetterbericht nie stimmt, bekommt man diesen gegenüber anderem meist noch enorm verkürzt vermittelt.
    Oft füllt dazu allein der Sport schon die meiste Zeit der Nachrichten aus und wenn nicht ist`s das Dritte Reich was immer mehr schön in den Mittelpunkt gerückt wird.
    Man berichtet von Armut (Hunger, Not, Krieg)in der Welt und wie schön unsere Demokratie in Deutschland ist, fast alles heile Welt eben.
    Doch weit weit gefehlt alles, lieber Heinz was sagst du dazu um beim Haupthtema zu bleiben.
    Ich kenne zig Beispiele wo mit der neuen Rundfunkgebühr ärmste Menschen mit geringstem Einkommen (ohne Harz IV)in unserem Land gezwungen werden eine Rundfunkgebühr zu errichten, Einzelhaushalt mit ~ 350 (-550) Euro Monatseinkommen und Klagen dagegen von der GEZ abgeschmettert werden die nie Fernsehen oder kaum bis garnicht Rundfunk hören.(nachweisbar)
    Meine Frage an dich, würdest du dir auch etwas aufzwingen lassen wofür du dich nicht oder nie interessierst gleich was es sei, dein Geld nicht ausgeben kannst oder möchtest weil sinnlos oder nicht brauchbar??

    " Das Gesetz ist wohl korrekturbedürftig, doch für wen und warum? "
    Solch Gesetz ist aus menschenrechtlicher Sicht einfach einfach nichtig, nie zu rechtfertigen und dazu ganz zu Schweigen mit dem Grundgesetz nicht vereinbar.
    Ich habe früher in der alten DDR für Freiheit friedlich mit gekämpft und bin dazu auch verfolgt worden, geht es nun wieder in ähnlicher Richtung, Einschrängung der Freiheit der friedliebenden Menschen?

    Ich stimme @Mausi vollkommen zu, wer nicht den guten rechten Kampf kämpft hat schon verloren, oder wer zu spät kommt den bestraft das Leben!

    Allen einen schönen Tag!
  • ich denke, es wird angesichts von wikilieaks niemand mehr ernsthaft bezweifeln, dass die Öffentlichkeit nicht aktuell alle Informationen bekommt. So wissen wir von den Geheimarchiven im Pentagon, im Weißen Haus, im Vatikan und sonst wo. Auch dass von den gekauften CDs kaum ein renommierter Steuersünder namhaft wird, zeugt von einer gewissen Geheimhaltung.

    Andererseits gibt es hier und heute ebenso nicht zu bezweifelnde Unterschiede zu der Manipulation zu Zeiten Adolfs dem Wahnsinnigen wie auch zu Ulbrichs und Honneckers Zeiten. Von Russland ganz zu schweigen oder auch anderen diktatorichen Staaten. Ein Beispiel, dass, wenn auch verspätet, investigativer Journalismus möglich ist, zeigt heute Abend 3Sat- übrigens als Wiederholung

    3sat.de/page/?source=/ard/dokumentationen/167279/index.html


    und für solche Dokumentationen ist der Rundfunkbeitrag gedacht. Ich möchte, auch mit meinem Beitrag, dass solches weiterhin möglich ist und Deutschland aus dem Mittelfeld der Pressefreiheit aufsteigt.
    Heinz