vorsorgevollmacht immer anerkannt?

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    • vorsorgevollmacht immer anerkannt?

      hallo ihr

      wird eigentlich eine vorsorgevollmacht imme rund überall anerkannt. ich habe jetzt mal gehört das sich viel gerichte oder auch banken auf den standpunkt stellen das dem nicht so sei dnen mann wüsste ja nie in welchem zustand derjenige diese volmacht erstellt hat. also zb bei psychischen erkrsankungen ob da nicht bgerade die psachische erkrasnkung im vordergrund stand.

      ist dem so? wenn mann aber davon ausgeht dann dürfte ja ga rkeine volmacht mehr gelten denn wer will wissen unter welchen bedingungen so ein ding ertsellt wurde. ich denke das kann keiner. ausserdem würde mann dmait grundsätzlich jedem seinen eigenen willen absprehcne.

      also was ich fragen wollte ist kann ich mich durch eine vorsorgevollmacht vor eine rgesetzl betreuung shcützen und dann noch wie ist es mit einer patientenverfügung. ich habe eine mit unserer hiesigen klinik gemacht aber dort steht auch auf der ersten seite das die klinik davon abweichen kann wenn das erforderlich ist.
      lg momo


      mann braucht im leben eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.:O))
    • hallo Momo,

      da hast du aber auch gravierende und umfangreiche Fragen gestellt, bzw. sollte ich mich kurz fassen.
      Also als erstes - die Vorsorgevollmacht - kann jeder Volljährige und voll Geschäftsfähige verfassen und tut es auch, wenn er oder sie zum Anwalt geht. Eine Vorsorgevollmacht ist nämlich nichts anderes, als einen Anwalt privat zu beauftragen. Und gegen ein Mandat hat bislang kaum jemand Einwände erhoben von wegen, wer zum Anwalt geht, weiß nicht was er tut. Also ist der Einwand erst einmal reine Schikane.

      Anders ist es natürlich bei den Geldinstituten, da die nach ihren eigenen Geschäftsbedingungen verlangen können, dass eine sog. Bankvollmacht erteilt wird. Und ob die Bevollmächtigte Person oder die Kontoinhaberin voll geschäftsfähig ist oder nicht, können Bedienstete der Geldinstitute nicht beurteilen. Sollten sie aber begründete Zweifel haben, z.B. bei sichtbar Volltrunkenen, so können sie ja ihre Leistung verweigern, da das Vertragsverhältnis privatrechtlich ist. Ein Tankwart wird ja auch nicht gezwungen, mich zu bedienen, wenn er nicht will.

      Doch wer ein Konto bei der Bank oder Sparkasse hat und nicht unter Einwilligungsvorbehalt steht, darf Geld abheben oder einzahlen und folglich auch Vollmachten ausstellen. Ob jemand psychisch krank ist, depressiv, schizophren, paranoiisch oder sonst wie, zu beurteilen steht anderen nicht zu.

      Allein ein Notar darf aufgrund des Anscheins die Geschäftsfähigkeit bestätigen. Das ist aber auch nur eine Stellungnahme des Anscheins. Letztlich können es nur Humanmediziner, also alle allgemeinen und Hausärzte und natürlich die Neurologen und Psychiater, doch nicht einmal die Psychologen, weil sie in der Regel keine Humanmediziner sind, also nicht Medizin sondern Psychologie studiert haben.

      Nun zur Patientenverfügung. Da rate ich immer, auf die Handreichungen des Bundesamtes der Justiz aus Bayern zurück zu greifen. Lassen sich im Internet bestellen oder runterladen. Es gibt natürlich auf dem freien Markt auch viel Schrott. So sind die Handreichungen der Kirchen natürlich so formuliert, wie die Kirchen es vertreten und nicht unbedingt so, wie man es auch vertreten kann, wenn mann oder frau nicht an Gott glaubt. So entsprechen die Handreichungen der Kirchen nicht exakt dem Willen des Gesetzgebers.

      Auch manche Krankenkassen oder Altenheime habe ihre eigenen Formulierungen, die man nicht unterschreiben muss. Da gibt es mitunter auch viel Schrott. Nur weil es ein Altenheim, eine Krankenkasse oder Krankenhaus herausgibt, muss es nicht unweigerlich korrekt sein.

      Es ist schwierig und umfangreich, sich zu informieren. Fakt ist, jeder und jede ist in seiner Entscheidung frei bis an die strafrechtlichen Grenzen. Soll heißen, aktive Sterbehilfe und auch Tötung auf Verlangen § 216 StGB sind strafbar. Doch damit fangen ja die Schwierigkeiten an. Selbsttötung ist straffrei und die Beihilfe zur Selbststötung folglich auch. Auf der anderen Seite gibt es aber die Pflicht zur Hilfeleistung bzw. strafbar ist es, diese zu unterlassen. Und um das Ganze noch zu verkomplizieren sind indirekte Sterbehilfe (Palliativmedizin) und passive Sterbehilfe (Sterben lassen) auch strafrei.

      Inzwischen hat der Gesetzgeber aber mit dem § 1901a BGB dejure.org/gesetze/BGB/1901a.html bestimmt, dass man für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit vorsorgen kann. Und das soll auch akzeptiert werden sowohl vom Betreuer, wie auch von Bevollmächtigten. Entscheidend ist, dass diese Erklärung ein Einwillungsfähiger, also voll Geschäftsfähiger oder eine Geschäftsfähige schriftlich abgibt.

      Doch leider können die Verfügenden oftmals nicht mehr widersprechen, wenn dann die Erklärung missachtet werden. Es gibt auch Ärzte, die eine Patientenverfügung mit dem Hinweis auf eine hypothetische Willensänderung nicht akzeptieren. Deshalb schreibe ich in den vom mir verfassten Erklärungen - mache ja Beratung und verfasse für andere dgl. Erklärungen - dass sich ein Arzt oder auch Pflegepersonal der Körperverletzung strafbar machen und auch vom Bevollmächtigen Anzeige zu erstatten sei und ggfls auch Schmerzensgeld eingeklagt werden soll, wenn die Erklärung des Verfügungen missachtet wird.

      Das ist harter Tobac und von manchem Arzt nicht gerne gesehen. Ich empfehle ja auch, zumindest die Patientenverfügung, aber zur Not auch die Vollmacht vom Hausarzt gegenzeichnen zu lassen. Mit dessen oder deren Unterschrift ist dann klar, dass die Erklärungen im Vollbesitzt aller geistigen und seelischen Kräfte verfasst sind und kein Anlass bestand und besteht, an der Ernsthaftigkeit zu zweifeln.

      Liebe Momo, ich hoffe, es ist halbwegs verständlich. Was ich in manchem Vortrag in anderthalb Stunden vermittle, lässt sich schwerlich mal eben niederschreiben. Aber eins ist klar - es gibt auch viel Bullshit auf dem Markt und viel Verwirrung und Verunsicherung. Nicht alles was erhältlich ist, wird auch im Rechtsverkehr anerkannt und dient oftmals nur der Gewissensberuhigung. Doch im Ernstfall kann es schon mal auf Punkt und Komma ankommen.

      Und das zweite ist, nur weil mal eine depressive Verstimmung oder auch ein Klinikaufenthalt mal erfolgt ist, sind es kein Gründe, eine solche Erklärung anzuzweifeln. Wenn jemand Bedenken hat, dann soll er oder sie die Gerichte und Gutachter bemühen. Solange ein Einwilligungsvorbehalt nicht angeordnet ist, gilt jeder Erwachsene grundsätzlich als voll geschäftsfähig. Auch Betreute. Auch, wenn es für manche, selbst für Profis schwer nachvollziehbar ist.

      In diesem Sinn viel Erfolg.
      herzlich Heinz
    • Heinz schrieb:

      hallo Momo,

      da hast du aber auch gravierende und umfangreiche Fragen gestellt, bzw. sollte ich mich kurz fassen.
      Also als erstes - die Vorsorgevollmacht - kann jeder Volljährige und voll Geschäftsfähige verfassen und tut es auch, wenn er oder sie zum Anwalt geht. Eine Vorsorgevollmacht ist nämlich nichts anderes, als einen Anwalt privat zu beauftragen. Und gegen ein Mandat hat bislang kaum jemand Einwände erhoben von wegen, wer zum Anwalt geht, weiß nicht was er tut. Also ist der Einwand erst einmal reine Schikane.

      nun eine vorsorgevollmacht macht mann aber im allgemeinen mit einem vetrauten menschen oder angehörigen, die sind aber in den meisten fällen keine anwälte. aber du meinst das wahrscheinlich im übertragenden sinne oder? ich denke bei einem ganz normalen menschen könnte mann shcobnmal auf die idee kommen na ob das mit rehcten dingen zugeagnagen ist. aber egal wenn eine vorsorgevollmacht rehctsverbindlich ist, dann gehe ich jetzt mal davon aus das die dann auch so gilt egal mit wem man sie gemahct hat

      Anders ist es natürlich bei den Geldinstituten, da die nach ihren eigenen Geschäftsbedingungen verlangen können, dass eine sog. Bankvollmacht erteilt wird. Und ob die Bevollmächtigte Person oder die Kontoinhaberin voll geschäftsfähig ist oder nicht, können Bedienstete der Geldinstitute nicht beurteilen. Sollten sie aber begründete Zweifel haben, z.B. bei sichtbar Volltrunkenen, so können sie ja ihre Leistung verweigern, da das Vertragsverhältnis privatrechtlich ist. Ein Tankwart wird ja auch nicht gezwungen, mich zu bedienen, wenn er nicht will.

      Doch wer ein Konto bei der Bank oder Sparkasse hat und nicht unter Einwilligungsvorbehalt steht, darf Geld abheben oder einzahlen und folglich auch Vollmachten ausstellen. Ob jemand psychisch krank ist, depressiv, schizophren, paranoiisch oder sonst wie, zu beurteilen steht anderen nicht zu.


      ja dem soltte so sein....

      Allein ein Notar darf aufgrund des Anscheins die Geschäftsfähigkeit bestätigen. Das ist aber auch nur eine Stellungnahme des Anscheins. Letztlich können es nur Humanmediziner, also alle allgemeinen und Hausärzte und natürlich die Neurologen und Psychiater, doch nicht einmal die Psychologen, weil sie in der Regel keine Humanmediziner sind, also nicht Medizin sondern Psychologie studiert haben.

      auch klar kann es denn dann ppassieren das eine vorsorgevollmacht nochmal durch einen gutachter begutachtet werden muss bzw der verfasser. aber wie soll dnan ein gutachter was begutachten ws vieleicht vor wochen oder jahren verfasts worden ist bzw in welchem zustand derjenige da war?

      Nun zur Patientenverfügung. Da rate ich immer, auf die Handreichungen des Bundesamtes der Justiz aus Bayern zurück zu greifen. Lassen sich im Internet bestellen oder runterladen. Es gibt natürlich auf dem freien Markt auch viel Schrott. So sind die Handreichungen der Kirchen natürlich so formuliert, wie die Kirchen es vertreten und nicht unbedingt so, wie man es auch vertreten kann, wenn mann oder frau nicht an Gott glaubt. So entsprechen die Handreichungen der Kirchen nicht exakt dem Willen des Gesetzgebers.

      Auch manche Krankenkassen oder Altenheime habe ihre eigenen Formulierungen, die man nicht unterschreiben muss. Da gibt es mitunter auch viel Schrott. Nur weil es ein Altenheim, eine Krankenkasse oder Krankenhaus herausgibt, muss es nicht unweigerlich korrekt sein.

      ja das hab ich auch shcon bemerkt. nun meine pateintenverfügung die ich mit der hiesigen psychiatrie gemachthabe ist von meiner noch behnadelnden psychiaterin mit unterschreiben worden.

      Es ist schwierig und umfangreich, sich zu informieren. Fakt ist, jeder und jede ist in seiner Entscheidung frei bis an die strafrechtlichen Grenzen. Soll heißen, aktive Sterbehilfe und auch Tötung auf Verlangen § 216 StGB sind strafbar. Doch damit fangen ja die Schwierigkeiten an. Selbsttötung ist straffrei und die Beihilfe zur Selbststötung folglich auch. Auf der anderen Seite gibt es aber die Pflicht zur Hilfeleistung bzw. strafbar ist es, diese zu unterlassen. Und um das Ganze noch zu verkomplizieren sind indirekte Sterbehilfe (Palliativmedizin) und passive Sterbehilfe (Sterben lassen) auch strafrei.

      es ist so kompliziert und verwirend.......



      Inzwischen hat der Gesetzgeber aber mit dem § 1901a BGB dejure.org/gesetze/BGB/1901a.html bestimmt, dass man für den Fall der Einwilligungsunfähigkeit vorsorgen kann. Und das soll auch akzeptiert werden sowohl vom Betreuer, wie auch von Bevollmächtigten. Entscheidend ist, dass diese Erklärung ein Einwillungsfähiger, also voll Geschäftsfähiger oder eine Geschäftsfähige schriftlich abgibt.

      Doch leider können die Verfügenden oftmals nicht mehr widersprechen, wenn dann die Erklärung missachtet werden. Es gibt auch Ärzte, die eine Patientenverfügung mit dem Hinweis auf eine hypothetische Willensänderung nicht akzeptieren. Deshalb schreibe ich in den vom mir verfassten Erklärungen - mache ja Beratung und verfasse für andere dgl. Erklärungen - dass sich ein Arzt oder auch Pflegepersonal der Körperverletzung strafbar machen und auch vom Bevollmächtigen Anzeige zu erstatten sei und ggfls auch Schmerzensgeld eingeklagt werden soll, wenn die Erklärung des Verfügungen missachtet wird.

      das ist eine sehr gute idde heinz das mit der körperverletzung dnen das ist es ja wenn egen den willen des pateonten wa sggemacht wird. kann mir shcon vorstellen das das wirkt

      Das ist harter Tobac und von manchem Arzt nicht gerne gesehen. Ich empfehle ja auch, zumindest die Patientenverfügung, aber zur Not auch die Vollmacht vom Hausarzt gegenzeichnen zu lassen. Mit dessen oder deren Unterschrift ist dann klar, dass die Erklärungen im Vollbesitzt aller geistigen und seelischen Kräfte verfasst sind und kein Anlass bestand und besteht, an der Ernsthaftigkeit zu zweifeln.

      Liebe Momo, ich hoffe, es ist halbwegs verständlich. Was ich in manchem Vortrag in anderthalb Stunden vermittle, lässt sich schwerlich mal eben niederschreiben. Aber eins ist klar - es gibt auch viel Bullshit auf dem Markt und viel Verwirrung und Verunsicherung. Nicht alles was erhältlich ist, wird auch im Rechtsverkehr anerkannt und dient oftmals nur der Gewissensberuhigung. Doch im Ernstfall kann es schon mal auf Punkt und Komma ankommen.

      Und das zweite ist, nur weil mal eine depressive Verstimmung oder auch ein Klinikaufenthalt mal erfolgt ist, sind es kein Gründe, eine solche Erklärung anzuzweifeln. Wenn jemand Bedenken hat, dann soll er oder sie die Gerichte und Gutachter bemühen. Solange ein Einwilligungsvorbehalt nicht angeordnet ist, gilt jeder Erwachsene grundsätzlich als voll geschäftsfähig. Auch Betreute. Auch, wenn es für manche, selbst für Profis schwer nachvollziehbar ist.

      also das versteh ich auch oft nicht diieses voll geshcäftsfähig aber betreuungsbedürftiG::: IST SO WIE DARF ALLES ABER KANN VIELES NICHT: Logisch get anders oder?

      ich hab da noch ne frage heinz

      ich hab mit meiner bewobetreuerin ein schreiben aufgesetzt indem ich sie bevollmächtige im falle eines krankanhauaufenthaltes und auch gegen meine behandelne psychiaterin eine schweigepflichtsentbindung aufgesetzt. oh weh ich glaub der staz war jetzt durcheinander also ein schreiben wo ich erlaube das die ärzte meiner bewo frau gegenüber auskünfte über mich und meinen gesundheitszustand geben dürfen. umstriten ist jetzt alleridngs ob damit auch ein einwirken auf die behandlung gegeben ist von seiten der bewo frau. ist so eine vollmacht überhaupt bindend? bzw ich wollte damit bezwecken das im falle einer behandlung die nicht mir mir machen könnenwa sie wollen
      lg momo


      In diesem Sinn viel Erfolg.
      herzlich Heinz


      mann braucht im leben eine Mischung aus zielgerichteter, intelligenter Unverschämtheit, charmanter Penetranz und unwiderstehlicher Dreistigkeit.:O))