Alternative zur Psychiatrie

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    • Alternative zur Psychiatrie

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      Psychologe setzt sich für mehr Selbstbestimmung in der Psychiatrie ein
      Stefan Bräunling im Gespräch mit Klaus Pokatzky
      Probleme und Krisensituationen auch ohne das "Aufdrücken von Psychopharmaka" lösen, das fordert der Psychologe Stefan Brünung für seine Patienten. Er ist Mitorganisator einer Tagung über Alternativen zur Psychiatrie, die gerade in Berlin statt findet und hat jahrelang im Berliner "Weglaufhaus" gearbeitet.

      Das Weglaufhaus leistet eine betroffenenorientierte Arbeit, betroffenenkontrollierte Arbeit, Menschen in Krisen zu begleiten, ohne den Zugriff der Psychiatrie. Also, unsere Bewohnerinnen und Bewohner sind psychiatriebetroffene Menschen, die haben alle die Erfahrung mehrfach machen müssen, in der Psychiatrie zu landen in verschiedenen Ausnahmesituationen, und hier können sie es halt mal versuchen ohne Zugriff des Arztes, ohne das Aufdrücken von Psychopharmaka, auf eine selbstbestimmte Weise durch Krisensituationen durchzugehen beziehungsweise sich auf den Weg zu machen zu einem selbstbestimmteren Leben.

      Ich würde es nicht entscheiden wollen. Ich glaube, mir ist der wichtigste Punkt daran, dass den Menschen die Entscheidungen, also die Leute beteiligt werden müssen, dass die Leute mit entscheiden können, was mit ihnen passiert, dass nicht ein Halbgott in weiß da steht und sagt: Ich weiß, was mit dir los ist und ich muss dich jetzt vor dir selber schützen. Sondern das ist mir das wichtigste, wenn Leute sagen, es gibt Zustände, in denen bin ich froh, dass mir jemand die Tür zusperrt, weil ich eben Schutz brauche, oder ich brauche ganz viel Begleitung von Freunden, und wenn das nicht da ist, dann muss eben ersatzweise ein professionelles Hilfesystem her. Also dem würde ich allem zustimmen. Aber das große Problem ist sicherlich dabei die Fremdzuschreibung.