Schlaflos trotz Schäfchen

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    • Schlaflos trotz Schäfchen

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      Radiolexikon Gesundheit: Schlaftabletten www.dgsm.de Von Justin Westhoff
      Ungefähr jeder vierte Deutsche gilt als mehr oder minder krankhaft schlafgestört. Der Griff zur Chemie liegt da nahe. Schlaftabletten haben jedoch in Deutschland einen schlechten Ruf - zu recht?

      Der Griff zur Chemie liegt da nahe. Aber Schlaftabletten haben in Deutschland einen schlechten Ruf, zum Teil zu Recht. Sie werden immer noch mitunter zu schnell verschrieben, ohne dass die Ursachen der Schlaflosigkeit ausreichend untersucht wurden. Und selbstverständlich gibt es Nebenwirkungen - bei den älteren Medikamenten gehört insbesondere die Abhängigkeitsgefahr dazu.

      "Z-Präparate" wurden bereits Anfang der 90er-Jahre eingeführt und sind heute weit verbreitet. Die Bezeichnung kommt von den Anfangsbuchstaben Zaleplon, Zolpidem und Zoplicon. Das sind wohlgemerkt die Substanz- und nicht die Markennamen der Mittel. Sie wirken zwar ähnlich wie die Benzodiazepin-Präparate aus der Gruppe der Beruhigungsmittel - aber ohne deren Suchtpotenzial.

      Und da sie auch nur kurzzeitig im Körper bleiben, gibt es auch kaum den gefürchtete "Hangover"-Effekt, die lang anhaltende Müdigkeit am Tag. Aus diesem Grund raten Experten übrigens auch von müde machenden Antihistaminka zur Schlafförderung ab, von Mitteln also, die eigentlich zur Allergie-Behandlung gedacht sind. Die gibt es zwar rezeptfrei, können aber ebenfalls den Überhangeffekt auslösen.

      Vor alle Pillen hat der Schlafgott allerdings nicht-medikamentöse Methoden gesetzt. Dazu gehören die "kognitive Verhaltenstherapie", bei der man lernen kann, Störfaktoren auszublenden, sowie autogenes Training und Muskelentspannung nach Jacobsen. Schließlich wurde das Wort "Schlaf" noch im 18. Jahrhundert mit zwei "f" geschrieben, denn darum geht es ja: vom Tagesgeschehen zu erschlaffen. Eine weitere Methode nennt Professor Fietze, der Leiter des schlafmedizinischen Zentrums an der Charité:

      Tabletten hin oder her - alle Schlafexperten sind sich in einem Rat einig: Wenn Sie sich im Bett wälzen, wenn Sie das Licht ausgemacht haben und nach einer halben Stunde immer noch nicht eingeschlafen sind, wenn Sie stattdessen grübeln, warum Sie mal wieder nicht "pennen" können - dann sollten Sie das Licht anmachen, vielleicht noch ein paar Seiten lesen und es dann erneut versuchen. Denn eine alte Weisheit lautet: "Der Schlaf ist wie eine Taube: Greift man nach ihr, fliegt sie davon; hält man geduldig die Hand auf, kommt sie heran."
    • Hallo,
      seitdem ich meinen neuen Job habe, plagen mich Schlafprobleme, ich kann abends nur mir großer Mühe einschlafen, so dass ich überhaupt nicht ausgeruht und erholt am nächsten Tag bin. Medikamente möchte ich nicht so gerne einnehmen, da ich ein bisschen Angst habe, abhängig zu werden. Welche natürlichen Hilfen sind denn empfehlenswert, was hilft am besten? Ich habe schon Einiges ausprobiert aber so richtig geholfen hat es nicht. Könnt ihr mir etwas empfehlen, was hat euch am besten geholfen?
      LG
    • Neu

      Bei dir hört sich das an, als ob deine Schlaflosigkeit stressbedingt ist. Hast du denn bei der Arbeit irgendwelche Probleme, stehst du unter Druck? Ich würde vielleicht zuerst etwas zur Beruhigung ausprobieren und wenn das nicht hilft, dann zu einer Einschlafhilfe greifen.
      Was es chemische Schlaftabletten angeht, bin ich ganz deiner Meinung, ich würde sie auch nicht nehmen, aber es gibt zum Glück genug natürliche Alternativen.
      Ich habe seit Jahren Schlafprobleme und die Ursache dafür habe ich nie herausgefunden, es ist halt einfach so. Ich habe daher sehr viele verschiedene natürliche Hilfen ausprobiert und am besten hat mir Melatonin geholfen. Hast du schon mal etwas über die Wirkung von Melatonin bei Schlafproblemen gehört oder gelesen? Wenn nicht, dann kannst du hier mehr erfahren. Melatonin ist ein Schlafhormon und eine natürliche Hilfe bei Schlafproblemen, es verkürzt die Einschlafzeit und fördert einen ruhigen und erholsamen Schlaf.
      Ich nehme Melatonin schon länger und kann es weiterempfehlen, denn es ist wirklich eine gute und schnelle Hilfe. Probiere es einfach mal aus, da es natürlich ist, kann es dir nicht schaden. Informiere dich aber vorher über die Dosierung, denn bei diesem Schlafhormon ist weniger oft mehr, also man sollte nicht zu viel davon nehmen, eine kleinere Dosis wirkt besser.
      Gruß und alles Gute.