Betreuer - Forum

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    • hallo Kalle, hallo Mondstaub,

      vielleicht kommen wir einen Schritt weiter und aufeinander zu, wenn wir einen kleinen Vergleich wagen. Bei den Ärzten ist es mitunter noch schlimmer: behandeln die mehr Patienten und verschreiben mehr Medikamente, als sie dürfen, wird ihnen ihr Einkommen gekürzt.

      So schlimm ist es bei den Betreuern und Betreuerinnen (noch) nicht. Aber eins haben Berufsbetreuer und Betreuerinnen mit den Ärzten gemeinsam - sie schulden keinen Erfolg, sondern lediglich eine Dienstleistung nach bestem Wissen und Gewissen, nach Treu und Glauben und nach redlichem Bemühen.

      Heißt, im Rahmen der vorgegeben Möglichkeiten, also auch dem bewilligten Stundenkontingent haben BetreuerInnen nicht alles gerade zu rücken, was krumm und schief ist und die Folgen von nachteiligem Verhalten der Betreuten (egal ob schuldhaft oder nicht) wieder auszubügeln. Sie haben sich zu bemühen.

      Insofern erkenne auch ich, dass manche Erwartung von Betreuten an BetreuerInnen mitunter an deren Realität vorbei geht.

      Andererseits gibt es eben nicht nur die Realität des Gesetzgebers, der Gericht, der Ärtze, der Behörden und BetreuerInnen. Schon untereinander divergieren die Realitäten mitunter erheblich. Und passen mitunter mit der Realität der Betreuten oftmals überhaupt nicht überein. Deren Realität - und ich bin hier ganz Konstruktivist - hat dieselbe Berechtigung wie die Realitäten der anderen und ist keinesfalls weniger bedeutsam. Dass dadurch Missverständnisse und Ärgernisse und Unverständigkeiten auf beiden Seiten entstehen, ist völlig logisch.

      Ich finde nur, dass ein solches Forum durchaus die Möglichkeit bieten soll und auch kann, beiden (oder auch den übrigen Seiten) Aufmerksamkeit zukommen zu lassen. Das kann auch schon mal bedeuten, dass den Betreuten und Angehörigen geraten wird, sich gegen die Betreuer oder dem Heim oder dem Gericht zu Wehr zu setzen. Es gibt in diesem Punkt kein Über- und Unterordnungsverhältnis oder eine gewichtigere oder richtigere Realität.

      Insofern haben BetreuerInnen ebenso ihr Recht, ihre Sicht der Dinge darzustellen, wie auch Betreute und Angehörige und Freunde.

      Ich finde es durchaus eine positive und erfrischende Ergänzung der Beiträge, den Arbeitsanfall und die Vergütung eines Betreuers hier zu betrachten. Andererseits ist dem Frust manchem Betreuten dieselbe Achtung und dasselbe Verständnis entgegen zu bringen.

      In diesem Sinn
      Heinz
    • hey kalle,

      dnake für dein beitrag! ich werde dir dir noch ausfürhlich schreiben, wenn ich darf...
      nur shconmal kurz, dass forum heri is nich nur "auschlieslsich" für betreuer... steht auch auf der ersten seite... : betreru/innen, betreuungsvereine, betreute... etc. eben alle so die mit diesem bereich etwas zu tun haben.. mehr schriebe ich dir ausfürhlich, dnake schonmal.

      lg mondtsuab
      versuche das ignorieren dejnigen, die vorehr gut zu dir waren, zu vergessen,auch wenns wehtut, aufgrudn der verletzung des vorigesn vertrauens, das nchit wert und schmerzt um so mehr, dessen niveou!menschen sind die schlimmeren kreaturen, ncih die tiere. bitte leute macht euch ein eigenes bild von jemanden, und und nich durch andere was euch gesgat wird! :verysad:
    • hallo Mondstaub,

      dein Beitrag ist ok. Was mich nur annervt ist, dass hier ständig über Betreuer geschrieben wird, die scheinbar alles falsch machen oder gar nichts machen. Dem ist nicht so. Nur weil wir bis zur Halskrause und darüber hinaus Arbeit satt haben, die vergleichweise - nehmen wir eine Meisterstunde eine Handwerkers - unterbezahlt ist, und deshalb kaum Zeit haben, hier auch noch zu posten, heißt das nicht, dass alle Betreuer so sind. Wir müssen uns nicht für unsere Arbeit rechtfertigen. Der Gesetzgeber gab und gibt die Rahmenbedingungen vor. Und wenn diese den Betreuten nicht reichen, liegt es nicht an uns. Wenn eine Bank kein Geld mehr rausgibt, weil der Dispo überzogen ist, schreit auch keiner über die Engherzigkeit der Bänker. Das ist dann so. Und wenn wir 50 und mehr Stunden die Woche arbeiten, ist das auch so.

      Mit 20 Betreuungen und 2 1/2 tsd € im Monat kann ich die Wohnung, den Wagen, den ich notwendigerweise brauche, die vielen Versicherungen auch zum Schutz der Betreuten, die Berufsgenossenschaft und den Lebensunterhalt nicht finanzieren.

      Also sind es doppelt so viele Betreuungen. Bei 50 Stunden die Woche sind es 225 Stunden und mehr Arbeit im Monat. Bei 40 Betreuungen sind es 5,6 Stunden pro Betreuten, von denen in der Regel 3 Stunden (meist Vermögenslose und oft zudem Heimbewohner) vergütet werden, also 2,6 Stunden pro Betreuten für lau, für nichts oder umgekehrt: fast die Hälfte arbeiten wir umsonst. Und wenn dann noch gesagt und erwartet wird, wir müssten oder sollten doch noch dies und noch das tun, dann platzt irgendwann der Kragen. Und dieses Forum nennt sich Betreuerforum. Also darf das doch wohl mal gesagt werden.

      Wir Berufsbetreuer sind kein Pflegedienst, sind keine ehrenamtliche Betreuer mit einem oder höchstens 2 Betreuungen, wie sind keine Angehörige, sondern sind vom Gericht beauftragt und machen unsere Arbeit. Dass man diese Arbeit noch besser machen kann, will ich gar nicht abstreiten. Aber nicht unter den Bedingungen, die der Gesetzgeber, also das Volk, die Gemeinschaft durch ihre gewählten Vertreter uns vorgibt.

      Mehr wollte ich nicht.
      Gruß Kalle


    • hi kalle hi heinz,

      kalle ich ich verstehe deinen beitrag nich so ganz, entschuldigung bitte! liegt aber diesmal ejtzt an mir.. hm, ich ich meine, ich fidne heinz beiträge im grossen udn ganzen total gut, er schriebt sehr viel und udn bringt sich überall ein, und versucht vielleri dinge aus unterscheidlichen blickwinkeln zu sehen, und egnau so find ich es eigentlich im grunde genommen auch gut, und auch richtig so.. hm, und ich bin froh, dass meine betreurin zwischendurch mit mir auch temrine macht, sei es bei mir zu hause oder sonst wo.. treffen usn auch mal draussen.. anstatt nur per teelfon mit mir zb zu komuniezieren und oder eifnahc ihre dinge so macht, ohne mit mir irgendwie zusammenzuarbeiten.. ok, die neue ejtz kann hci auch noch nich so einshcätzen irgendwie, aber sie scheitn bsiher sehr nett ... die alte is egal und nu geshcichte für mich..

      und auch ich würde es sehr sehr sehr begrüssen, wenn heir mehr betreru/innen wären, vielleicht kommen die aj auch noch irgendwann hier hinzu? würd mich freuen.

      also, alles gute dir und anderen, hoffe is ok,w a sivch heir schrieb,w enn nich, bitte sagen ich nehme es es dann wieder raus, ok?

      lg mondtsuab
      versuche das ignorieren dejnigen, die vorehr gut zu dir waren, zu vergessen,auch wenns wehtut, aufgrudn der verletzung des vorigesn vertrauens, das nchit wert und schmerzt um so mehr, dessen niveou!menschen sind die schlimmeren kreaturen, ncih die tiere. bitte leute macht euch ein eigenes bild von jemanden, und und nich durch andere was euch gesgat wird! :verysad:
    • hallo Kalle,

      schön dass du als Vertreter der anderen Gruppe dieses Forums dich positionierst. Ich würde mich freuen, wenn es auch andere BerufsbetreuerInnen gäbe, die ihr Sicht der Dinge darlegen.

      Sicherlich sind die Interessen gleichwohl nicht kompatibel. Du wirst mir Recht geben, dass das dem Gesetzgeber vor 6 Jahren und wohl auch heute reichlich egal ist. Mit dem Paradigmenwechsel wurde das Ziel der Kostenreduzierung und nicht die Sicherstellung von hinreichender Versorgung verfolgt. Das wird auch deutlich bei den Umständen der Vertretungsfinanzierung oder der Übernahme einer gesetzlichen aber ehrenamtlich geführten Betreuung. Es geht nicht um effiziente Nachversorgung und Problemlösgung. Es geht hauptsächlich um Delegation von Verantwortung - Berufsbetreuer bekommen anfangs 8 Stunden und nach einem Jahr 2-3 Stunden im Monat dafür vergütet, dass sie zur Not für irgendwelche Unterlassungen gerade zu stehen haben. Betreuungen, die so angelegt sind, sind lediglich ein Alibi, eine Farce. Das hat mit Nachhaltigkeit, mit Lebensgestaltung, mit sinnvoller Verwendung von Steuermitteln oder oder nicht mehr zu tun.

      Ich stimme mit dir völlig überein, dass die Erwartungen von Betreuten und Angehörigen an BetreuerInnen mitunter völlig divergieren, aber auch manche Erwartungen von BetreuerInnen an Betreute. Die Unfähigkeit der Politiker wird auf dem Rücken von Bedürftigen ausgetragen. Es ist im Grunde der blanke Hohn, aber sicherlich immer noch mehr, als nichts, denn BetreuerInnen 'schaffen' (!) trotz dieser Vorgaben immer noch recht viel.

      Gleichwohl reagiere ich hier auf die Anliegen derer, die sich hier äußern und versetze mich in deren Lage. Würden BetreuerInnen über ihre Arbeit schreiben, würde ich mich gleichermaßen positionieren und mich in deren Lage versetzen. Das ist eine der Grundanforderungen von systemischer Überparteilichkeit, auch wenn es hier und da den Anschein haben sollte, ich würde ausschließlich die Betreuten und Angehörigen verstehen. Insofern würde ich mich freuen, wenn du und andere beruflich tätigen hier ihre Sicht der Dinge mit-teilen würden.

      In diesem Sinn
      Heinz
    • Betreuer - Forum

      hallo Heinz,

      hab mal deine letzten Beiträge gelesen. Ich bin irgendwie irritiert. Ich denke, das hier ist ein Forum für Betreuer. Ich hab ja nichts dagegen, dass auch Betreute hier schreiben. Ist sicherlich auch für uns Betreuer oftmals hilfreich zum Nachdenken.

      Aber ich werde das Gefühl nicht los, dass du in deiner Haltung gegenüber Kollegen oder aus deiner Sicht Ex-Kollegen doch recht einseitig bist. Sicherlich gibt es Kollegen und auch Kolleginnen, mit denen würde ich auch nicht zusammenarbeiten wollen, egal als Kollege oder Betreuter.

      Aber es entsteht irgendwie der Eindruck, dass Betreuer (Frauen gleichermaßen) allesamt keine Zeit für ihr Kundschaft haben und lediglich die Stunden abrechnen. Wenn ich so meine Arbeit ansehe, dann ist sicherlich viel Schreibtisch Arbeit dabei, aber verdammt nicht nur. Und ich bemühe mich wirklich, trotz des Stundenkontingents zu dem Betreuten eine, wenn auch eher amtliche Beziehung aufzubauen. Ich vergleiche mich da eher mit einem Steuerberater. Meiner kennt mich, managt meine Angelegenheiten, schreibt zum Finanzamt oder telefoniert. Ansonsten treffe ich ihn im Büro.

      Als Betreuer bin ich nicht zu Hausbesuchen verpflichtet. Nicht mal die Ärzte machen das oder nur im Notfall. Ich finde manche Erwartung an Betreuer völlig irrational und unrealistisch. Und wenn du dann noch Tipps gibst, wie man mit Betreuern zu verfahren hat, frag ich mich, ob ich hier noch richtig bin oder eher du nicht.

      Mein ja man nur mal so.
      Kalle