persönliches Budget - Frage

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    • persönliches Budget - Frage

      hallo Peter,

      wie du sicherlich mitbekommen hast, wurde im offenen Bereich eine 24 Stunden Betreuung erwähnt. Kennst du dich auch darin aus, in wie weit eine solche Betreuung finanziert wird und durch wen geleistet? So wie es sich anhörte, wäre es eine rechtliche Betreuung gewesen, doch solche Leistungen gehen weit über das Maß rechtlicher und auch ehrenamtlicher Betreuung hinaus.

      Ich hatte gedacht, dass du uns hier weiter helfen kannst.
      herzlichen Gruß
      Heinz
    • 24 Stunden Betreuung

      Hallo Heinz,
      da ich zu Weiterbildungen war kann ich leider erst jetzt Antworten.
      Natürlich übersteigt eine 24 Stunden Betreuung jedes Ausmaß einer gesetzlichen Betreuung, beruflich und erst recht ehrenamtlich.
      Ich kenne keinen Fall in dem so eine Betreuung schon einmal Praktiziert wurde. Trotzdem ist die Frage sehr interessant.
      In erster Idee könnte ich mir vorstellen, dass in Verantwortung einer gesetzlichen Betreuung ein persönliches Budget beantragt wird um damit die Zuhilfenahme entsprechender Fachkräfte zu bezahlen. Diese wiederum im einvernehmen mit der gesetzlichen Betreuung die 24 Stunden Betreuung leisten. Aber wie gesagt, aus der Praxis kenne ich so einen Fall noch nicht. Aber ich halte gern mal meine Augen und Ohren auf, vielleicht finden sich ja Ähnliche Beispiele.
      Grüße aus Lamspringe an alle,
      Peter Röhl
    • hallo Peter, hallo Heinz,

      ich kenne eine Frau, die ist durch Parkinson in fortgeschrittenem Stadium an den Rollstuhl gebunden und nicht mehr in der Lage, sich selbst zu versorgen. Sie hat Pflegestufe 2. Aber sie wird betreut von 2 Frauen aus einer türkischen Familie, sind Schägerinnen, die sich in der persönlichen Betreuung abwechseln. Das heißt, lediglich am späten Abend ist mal für 3 Stunden niemand bei der Betreuten. Ansonsten rund um die Uhr. Die Betreute bezieht Pflegegeld und ist vermögend, so dass sie die persönliche Betreuung über das Pflegegeld hinaus zuschießen kann. Doch ohne diese Rücklage wäre sie aufgeschmissen und müsste ins Heim.

      Durch die Öffnung des Arbeitsmarktes auch für Arbeitsuchende aus Osteuropa ist die Vermittlung von solchen Haushaltshilfen und Pflegekräften wohl einfacher geworden. Die Finanzierung hingegen nicht unbedingt. Eine 24 Stunden Betreuung für Vermögenslose wird es wohl nicht geben.

      Mairin

    • hallo Mairin,

      da bewahrheitet es sich wiedermal - ohne Moos nix los. Haste was, biste was bzw. kannst dir zusätzliche Pflege erkaufen. Das ist doch mit den Igel, den individuellen Gesundheitsleistungen, nicht anders. Und das ist mit der Pflege genauso. Da gibt es eine Grundversorgung. Was darüber hinausgeht zahlt ein private Zusatzversicherung, sofern frühzeitig abgeschlossen, oder jeder selbst. Und bevor das Geld für Heimkosten draufgeht, dann doch lieber zuhause für privaten Pflegedienst oder Haushaltshilfe. Was man sich leistet, das kostet.

      Kalle