Sanierung und Mieterrechte

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    • Sanierung und Mieterrechte

      http://www.wdr.de/radio/wdr2/quintessenz/587774.phtml


      Mieterrechte bei Sanierung
      [b]Informationen aus dem Beitrag von Katharina Nickoleit[/b]
      Energie sparen durch Sanierung bedeutet Ärger und Dreck. Was muss der Mieter hinnehmen?

      Ohne Vorankündigung keine Duldungspflicht
      Drei Monate vor dem Beginn der Sanierung muss die Maßnahme angekündigt werden und zwar schriftlich. Es muss genau dargelegt werden, welche einzelnen Maßnahmen zu welchem Zeitpunkt durchgeführt werden. Auch wie sich diese auf die einzelnen Wohnungen auswirken. sie unvollständig oder fehlt sogar ganz, braucht der Mieter die Sanierung nicht zu dulden und kann dagegen gerichtlich vorgehen.


      Mietminderung

      Wurde die Sanierung nicht angekündigt oder ohne Einverständnis der Mieter durchgeführt und kommt es zu reichlich Lärm, Staub und Dreck , kann die Miete gemindert werden. Wie hoch entscheidne die Gerichte sehr unterschiedlich. Hinweise geben Broschüren des Mietervereins. Darin sind für diverse Mängel und Baumaßnahmen verschiedenen Urteile aufgelistet. Um auf der sicheren Seite zu sein, sollte man seine eigene Mietminderung eher im unteren Bereich der Spanne ansetzten.

      Aufwendungs- und Schadensersatz
      Für den Mieter kann eine Sanierung auch zusätzliche Kosten verursachen. Wenn beispielsweise die Küche saniert wird, bleibt nur das Restaurant und das ist teurer als selber zu kochen. Diese Mehrkosten kann sich der Mieter vom Eigentümer ersetzen lassen. Auch die Kosten für die Putzfrau, die den Baustaub entfernt, muss der Vermieter tragen. In extremen Fällen muss der Eigentümer sogar Hotelkosten übernehmen. Wenn im Rahmen der Sanierungsmaßnahmen Eigentum des Mieters beschädigt wird, hat er Anspruch darauf, den Schaden ersetzt zu bekommen.

      Mieterhöhung
      Wenn die Sanierung abgeschlossen ist, wollen viele Wohnungseigentümer die Miete erhöhen - mit der Begründung, schließlich sei ja nun alles viel moderner und schöner als zuvor. Dieses Argument zählt aber nur, wenn vor der Sanierung in der schriftlichen Ankündigung dargelegt wurde, um wie viel und warum genau sich die Miete erhöhen wird. Diese Mieterhöhung darf pro Jahr maximal 11 Prozent der durch die Modernisierung entstandenen Kosten betragen. Bei einer sehr umfassenden Sanierung kommt da unter Umständen ein recht hoher Betrag zusammen. Wenn der Mieter nachweisen kann, dass die Wohnung damit für ihn zu teuer wird und er sie sich nicht mehr leisten kann, kann er Widerspruch einlegen.

      Nicht alle Sanierungsmaßnahmen können hinterher auf die Miete umgelegt werden. Notwendige Reparaturen muss der Eigentümer selber tragen. Kosten der Modernisierungsmaßnahmen, von denen der Mieter profitiert können aufgeschlagen werden. Dazu gehören auch alle Maßnahmen, die beim Energiesparen helfen, wie eine neue Heizung, neue Fenster oder die Dämmung von Dach und Außenwänden.

      War die Ankündigung in punkto Mieterhöhung fehlerhaft, kann der Eigentümer die Miete nur begrenzt anheben, indem er sie an die Mieten vergleichbarer Wohnungen in der Gegend anpasst - maximal alle drei Jahre um 20 Prozent.



      Mehr zum Thema:

      Mietmängel - ab wann die Miete kürzen [wdr.de]
      Mietmängel [wdr.de]
      Mieterbund [mieterbund.de]
    • Energiewende

      die Energiewende ist nicht für umsonst. Das dürfte allen klar sein. Aber wie stellt sich das für die Vermieter und nicht zuletzt für die Mieter dar? Wer trägt die Kosten für Energieeinsparung? Die Regierung will es sich mal wieder einfach machen, so hat es den Anschein, doch die Kommunen und auch die Länder heulen auf. Und wenn die Vermieter verpflichtet werden, die Häuser zu sanieren, um den Energieverbrauch zu drosseln, werden die Mieten unweigerlich steigen. Und wer schon auf Unterstützung (HzL und/oder Wohngeld) angewiesen ist, sollte deswegen nicht ausziehen müssen. Aber wer weiß. Und die Wohnungssuche wird dadurch auch nicht einfacher. Das will vorausschauend durchdacht werden. Weitere Infos unter

      dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/1481911/

      Lukas Siebenkotten zu den Kosten von energieeffizienten Wohnungen
      Lukas Siebenkotten im Gespräch mit Silvia Engels
      Die Bundesregierung will Gebäude künftig besser wärmedämmen lassen. Das bedeutet für den Vermieter im Zweifel erhebliche Kosten, die er teils an den Mieter weitergibt. Lukas Siebenkotten, Chef des deutschen Mieterbundes, macht eine Beispielrechnung auf.

      oder auch http://www.tagesschau.de/inland/gabaeudesanierung100.html