Mitbestimmungsrecht bei Betreuung

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    • Mitbestimmungsrecht bei Betreuung

      ich fand einen Beitrag, wo es um das Mitbestimmungsrecht von Angehörigen geht.

      Es soll also eine Betreuung von Gerichtswegen eingerichtet werden. Die Angehörige/n oder der Angehörige kann oder will die Betreuung nicht übernehmen, aber bekommt mit, dass das Gericht wohlmöglich jemand anderes aus der Familie zum Betreuer machen oder einen Berufsbetreuer ernennen will. Jetzt wird interveniert. Gerade wenn es um andere Familienangehörige geht, Geschwister oder dergleichen, die sich untereinander nicht grün sind. Welche Möglichkeiten gibt es, auf die Entscheidung des Gerichts Einfluss zu nehmen?

      Das Gericht ist ja in seiner Entscheidung frei. Es hat die Geeignetheit des oder der Betreuerin zu prüfen. Erhebliche Bedenken können die Entscheidung beeinflussen. In wie weit das Gericht sich von Fakten beeinflussen lässt, ist schwer zu sagen und sicherlich unterschiedlich. Oftmals lassen eben solche 'objektiven' Informationen doch nur zudeutlich erkennen, dass es eigentlich um was anderes geht. Gerade innerfamiliäre Streitigkeiten sind für die Entscheidung des Gericht ohne Belang. Entscheidend ist das Wohl des oder der Betreuten. Wenn allerdings zu befürchten ist, dass eine Betreuung nur genutzt wird, um den eigenen Erbteil zu Lebzeiten des Betreuten zu vergrößern, wird das Gericht sicherlich hellhörig. Doch eine solche Andeutung kann schon in den Bereich der üblen Nachrede reichen.

      Insofern sind die Grenzen fließend und es kommt mal wieder auf den Einzelfall an.

      Heinz