übersäuert - Gicht

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    • übersäuert - Gicht

      ist mir sauer aufgestoßen - zuviel Magensäure und Sodbrennen lösen noch keine Gicht aus, können aber Warnzeichen sein. Gicht als Krankheit vormals der Reichen, kann in Zeiten von Fastfood und McDreck kombiniert mit regelmäßigem Bierchen oder auch schon mal einen Kasten oder so, den Krankheitsverlauf beschleunigen. Hier ein paar Tipps von Leonardo WDR 5 von gestern

      Gicht – Beschwerdefrei trotz „Zipperlein“
      Früher galt die Gicht als Krankheit der Kaiser und Könige. Heutzutage lebt jedoch auch so mancher Normalbürger wie ein Kaiser oder König – und wird dann krank. Falsche, übermäßige Ernährung fördert auf jeden Fall die Gicht. Rund zwei Prozent der Menschen in Deutschland leiden darunter.

      Die Ursachen
      Die Gicht ist eine Stoffwechselerkrankung, die in der Regel angeboren ist. Dabei kommt es zu einer Anhäufung von Harnsäure im Körper. Der Betroffene merkt davon zunächst in aller Regel nichts. Nach vielen Jahren ohne Beschwerden kann dann der erste Gichtanfall auftreten - meist nach außergewöhnlich reichhaltigem Essen, starkem Alkoholgenuss, einer Infektionskrankheit oder auch ungewohnter Anstrengung. Dann haben sich bereits Harnsäurekristalle in den Gelenken und im Gewebe abgelagert.

      Die Symptome
      Die Harnsäure-Kristalle lösen eine akute Gelenkentzündung aus, zu Beginn typischerweise im Grundgelenk des großen Zehs, seltener im Knie- oder Sprunggelenk oder in der Fußwurzel. Diese Entzündung, die meist über Nacht kommt und volkstümlich als „Zipperlein“ bezeichnet wird, ist mit großen Schmerzen verbunden. Sie kann auch mit Fieber eingehen. Nach wenigen Tagen klingt die Entzündung von allein wieder ab. In der Folgezeit hat der Patient auch keine Beschwerden. Dennoch sollte man bei einem Gicht-Anfall auf jeden Fall zum Arzt gehen. Denn wenn die Krankheit nicht behandelt wird, folgen nach ein paar Wochen oder Monaten weitere Anfälle, und die Gicht breitet sich im Körper aus. Sie wird chronisch und kann zu krankhaften Gelenkveränderungen und einer Nierenschwäche führen.

      Die Behandlung
      Gicht-Patienten müssen vor allen Dingen ihre Harnsäurewerte normalisieren. Das bedeutet: Diät. Denn durch den Genuss bestimmter Lebensmittel steigt der Harnsäurespiegel stark an. Besonders kritisch sind Nahrungsmittel, die Purine enthalten. Diese Bausteine unserer Erbsubstanz sorgen dafür, dass im Körper viel Harnsäure entsteht. Stark purinhaltig sind z.B. Innereien, alle Fleischsorten, Wurst, viele Fischarten, Bier und Orangensaft. Darüber hinaus kann der Harnsäurespiegel auch durch Medikamente beeinflusst werden. Die Kombination aus Diät und Medikamenten ermöglicht dem Patienten in der Regel ein beschwerdefreies Leben. Neuerdings gibt es auch Medikamente, die einen Botenstoff hemmen sollen, der für die Entzündungsreaktion verantwortlich ist. Diese Medikamente sind für Gicht-Patienten allerdings noch nicht zugelassen. Dennoch könnten sie in Zukunft eine Therapie-Möglichkeit für Betroffene darstellen, die die klassischen Gicht-Präparate nicht vertragen bzw. bei denen sie unwirksam sind.

      Weitere Informationen:
      Rheumatologen im Netz zu neuen Gichtmedikamenten
      internisten-im-netz.de/de_news…kamente-gegen-gicht-.html

      Information der Rheumaliga
      rheuma-liga-bw.de/brosch/Merkblatt1.6.pdf