Umkehrdarlehen zur Finanzierung der Pflege

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • ganz nett, aber

      hallo allseits,

      muss mal meinen Senf dazugeben. Das Modell ist zwar ganz nett, aber - was ist denn anderes, als wenn die Familienangehörigen - Nachkommen die Heimkosten im Rahmen des Unterhalts begleichen und das Haus behalten? Bei der Abwägung von (Eigen-)Heim oder (Alters-)Heim kommt es darauf an, was mit dem Haus passieren soll. Möchte der alte Mensch all inclusive, dann kann er ins Altersheim gehen und das Haus kann verwertet werden. Übrigens, B-V, daran verdient die Bank gerne.

      Dem Senior kann es doch letztlich egal sein, was aus dem Haus wird. Mitnehmen kann sie oder er es eh nicht, hab ich mir sagen lassen. Doch dann kommt der Aspekt des Vererbens ins Spiel. Das Haus soll in der Familie bleiben und soll nicht für die Heimkosten draufgehen. Wo ist das Problem? Wenn die Kinder bei Kasse sind und die Heimkosten übernehmen? Dann kann im Wege des vorzeitigen Erbausgleichs oder Erbschaftskauf das Haus auf die Kinder übertragen werden. Sollte das geschehen, 10 Jahre bevor der/die Angehörige im Heim zum Sozialfall wird, bleibt das Haus auch in der Familie. Problematisch ist es, wenn das Haus an die Kinder geht, die dort samt Enkelkinder einziehen und dann die Heimkosten nicht mehr tragen können, weil es zu knapp in der Kasse wird.

      Aber auch dann hat der Gesetzgeber vorgesorgt. Man sollte es zuvor nur geschickt genug angestellt haben. Wenn das Haus zu Lebzeiten verschenkt wurde, auch an die Kinder, dann kann die Kommune die Schenkung rückgängig machen, um die Heimkosten zu begleichen. Also da sollte das Holzauge schon wachsam sein.

      Ein anderer Aspekt ist aber auch noch wichtig - die Pflege zu Hause. Besteht die Pflegebedürftigkeit, dann bestehen auch Ansprüche an die Pflegekasse und notfalls machts dann der Pflegedienst. Um zuhause gepflegt zu werden, braucht in der Regel keine Hypothek oder Grundschuld eingetragen zu werden.

      Also, die Notwendigkeit eines umgekehrten Darlehns zur Tilgung von Heim- oder Pflegekosten erachte ich unter den geschilderten Aspekten eher für konstruiert. Zuhause braucht es kein Darlehn und im Heim kann die Familie durch Erbausgleich, Erbschaftskauf und Unterhalt das Haus auch im Familienbestand belassen.

      Jetzt kommst du.

      Gruß Heinz
    • Hi Micha,

      alles ist denkbar. Die Zinsen sind günstig, ohne Frage. Doch wie die Detailles im Einzelfall sind, muss geklärt werden. Meine Überlegung war nur dahingehend, dass es innerfamiliär wohlmöglich noch andere Gestaltungsmöglichkeiten gibt, als der Bank ein Recht am Eigentum einzuräumen. Was man innerfamiliär geklärt kriegt, ist mitunter noch günstiger als die günstigsten Zinsen. Und außerdem - das Darlehn soll ja dazu herhalten, dass es nicht verkauft wird. Weshalb - doch für die Familie. Dann soll sie sich mal was einfallen lassen.

      Bedenken sollte man aber auch die Praktikabilität - alten Menschen werden immer seltener Darlehn eingeräumt. Und wenn der, die Alte verstirbt - manche Bank möchte nicht in ungeteilte Erbengemeinschaften hineingezogen werden um an das Darlehn zu kommen.

      Gruß Heinz