Haftung von Erben

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    • Haftung von Erben

      Ich las von einem Fall, wo der Sohn die Betreuung von seiner Mutter übernahm, die ins Heim musste.

      Er hatte zuvor von seinen Eltern bereits eine größere Summe geschenkt bekommen. Nachdem die Mutter im Heim war, erhielt er vom Vater ein weiteres großes Geldgeschenk. Ob seine beiden Schwestern auch beschenkt wurden, war nicht bekannt.

      Als der Vater verstarb, wurde ein Ergänzungsbetreuer eingesetzt, der die Ansprüche der Betreuten gegen ihren Sohn und Betreuer prüft und wohl auch die Ansprüche der Schwestern gegen ihre Mutter bzw. gegen ihren testamentisch allerbenden Bruder direkt und unmittelbar und als Betreuer ihrer Mutter.

      Ich erachte diesen Sachverhalt als nicht außergewöhnlich. Die Betreuung durch einen der Nachkommen wirft immer wieder Fragen auf, nicht zuletzt die Anrechnung der Zeit und Mühe. Da spielen erbrechtliche wie auch familienrechtliche (Unterhaltpflichten) wie auch steuerrechtliche (Abschreibungen), rentenrechtliche und nicht zuletzt betreuungsrechtliche Vorschriften ineinander. Die auseinander zu dröseln fällt manchem Juristen schwer, da sich wenige in allen Gebieten gleichermaßen auskennen.

      Bei der Schenkung wird es interessant, da möglicherweise Erstattungsansprüche des beschenkten Betreuers an die Betreute bestehen. Das Vormundschaftsgericht erkennt zunächst lediglich die betreuungsrechtlichen Aspekte, nämlich die Ansprüche der Betreuten gegen ihren Sohn. Privatrechtliche, insb. erbrechtliche und familienrechtliche bleiben dann auf der Strecke.

      Brisant wird es, wenn eben die übervorteilten Geschwister ihre Ansprüche geltend machen.

      Ich will damit nur sagen, dass Betreuungen zu führen, insb. wenn viel Geld vorhanden ist, mitunter sehr folgenschwer und kompliziert werden kann.


    • Vermögensschadenhaftpflicht

      Hey Heinz,

      gehörte zwar nicht ganz hierher, aber trotzdem - als Betreuer oder für den Job Betreuung ist eine Vermögensschadenhaftpflicht unerlässlich. Hat mich mal vor einem kollossalen Anspruch bewahrt. Aber innerhalb der Familie ist das dann ja auch noch was anderes.

      Deshalb sollte jedem Angehörigen klar sein, wenn er oder sie die Betreuung für die Eltern übernimmt oder auch der Eltern für ihr Kind, dass es nicht nur mit der Vertretung bei Behörden oder bei der Bank getan ist. Da hängt in der Regel weit mehr dran.

      gruß Kalle