Präimplantationsdiagnostik

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    • Präimplantationsdiagnostik

      eigentlich war das nur eine Frage der Zeit, bis der Mensch bzw. die Wissenschaft sich vor diese Frage manöviert hat. Wir werden in Zukunft noch weitere Fragen von Beendigung des Lebens zu erwarten haben. Die Frage von Selektion von Embryonen, die möglicherweise behindert sind oder aber auch nur die Anlage zu einer schweren Erkrankung haben, ist letztlich eine Frage der Evolution: will und kann der Mensch und die Gesellschaft leisten, behindertes oder schwer krankes Leben zuzulassen? Oder gibt es eine moralische Erwartung, nicht nur zu heilen und zu helfen, sondern Behinderung und schwere Krankheit zu verhindern auch um den Preis, menschliches Leben zu verhindern? Und wenn dieser Schritt gemacht wurde, wird der nächste alsbald folgen, wie lange menschliches Leben erhalten bleiben soll. Mit der Patientenverfügung und dem gewollten Lebensende, wie jüngst entschieden, werden weitere folgen. Ich weise nur nochmals auf das Buch von Aldous Huxley hin, wo diese Entwicklung bereits vor 80 Jahren vorweggenommen wurde de.wikipedia.org/wiki/Sch%C3%B6ne_neue_Welt
      literaturschock.de/buecher/3596200261.htm

      Doch heute werden wir gewahr, was der BGH zur Selektion von Embryonen sagen wird http://www.dradio.de/aktuell/1218240/

      Dazu heißt es


      Der Bundesgerichtshof verhandelt über Embryonenschutz
      Der Bundesgerichtshof befasst sich heute mit der sogenannten Präimplantationsdiagnostik. Der Strafsenat in Leipzig soll grundsätzlich klären, ob die Untersuchung von Embryonen auf genetische Defekte außerhalb des Mutterleibs strafbar ist.

      Im konkreten Fall hatte ein Berliner Arzt befruchtete Eizellen auf genetische Auffälligkeiten untersucht und nur die nicht mit Gendefekten behafteten Eizellen eingesetzt. Die restlichen Embryonen ließ er absterben. Um sein Vorgehen juristisch klären zu lassen, zeigte sich der Mediziner anschließend selbst an.

      Das Landgericht Berlin sprach ihn im vergangenen Jahr frei. Die Staatsanwaltschaft ging in die Revision.


      Medizin-Professor: Kommission müsste Untersuchungen begleiten
      Der Humangenetiker Wolfram Henn fordert für Deutschland die Einführung von vorgeburtlichen Kontrollen auch für außerhalb des Mutterleibs befruchtete Eizellen unter strengen Kontrollen. Grundlage für Voruntersuchungen von Embryonen vor dem Einpflanzen seien Aufklärung, Beratung und eine Begrenzung der Untersuchungen auf schwerwiegende Erkrankungen. Eine Kommission solle darüber wachen, dass die Voruntersuchungen nicht für die Geschlechterwahl missbraucht würden, erklärte der Mediziner. Die sogenannte In-Vitro-Vertilisation sei ohnehin für die Frau körperlich sehr belastend und bedürfe einer genauen Abwägung, betonte der Humangenetiker im Deutschlandradio Kultur.

      Sollte die Präimplantationsdiagnostik zugelassen werden, dann gibt es kein Halten mehr, sagt Professor Jan-Steffen Krüssel, Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Reproduktionsmedizin. Dann habe man eine Form der Selektion. Genau davor warnt Hubert Hüppe, Beauftragter der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen.
      Streitgespräch zur Präimplantationsdiagnostik