Arbeitsmarkt - Zahlen - Fakten

    Diese Seite verwendet Cookies. Durch die Nutzung unserer Seite erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies setzen. Weitere Informationen

    • Arbeitsmarkt - Zahlen - Fakten

      Es heißt, die Zahl der Arbeitslosen sei gesunken tagesschau.de/wirtschaft/arbeitslosenzahlen168.html

      Doch dahinter steckt mehr, bzw. verborgen wird tagesschau.de/wirtschaft/hinte…rbeitslosenzahlen100.html

      Was die offizielle Statistik verbirgt
      Millionen Menschen in Deutschland sind arbeitslos. Die genaue Zahl veröffentlicht die Bundesagentur für Arbeit jeden Monat. Doch nicht jeder Erwerbsfähige, der einen Job sucht, taucht in der Statistik auf. tagesschau.de erklärt in Fragen und Antworten, wer aus welchen Gründen fehlt.

      Ist die Arbeitslosenstatistik geschönt?
      Ja und Nein. Denn wer als arbeitslos gilt, ist eine Frage der Definition. Die offiziellen Kriterien sind in Deutschland per Gesetz festgelegt. Jede Änderung wirkt sich auf die Statistik aus. Immer wieder formulierte die Politik die Kriterien so um, dass die Arbeitslosenzahlen offiziell sanken. Eine Ausnahme markierte die Hartz-IV-Reform, weil die erwerbsfähigen Sozialhilfeempfänger in die Statistik einbezogen wurden. Laut Bundesagentur für Arbeit erhöht dieser Hartz-IV-Effekt die Arbeitslosenzahl um etwa 380.000.

      Wer gilt als arbeitslos?
      Im Prinzip jeder, der keine Arbeit hat oder weniger als 15 Stunden pro Woche arbeitet, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sucht und für einen Job sofort verfügbar ist. Eine weitere Voraussetzung ist die Meldung bei einer Agentur für Arbeit oder einem Träger der Grundsicherung. Detailvorschriften führen aber dazu, dass viele die weit gefassten Kriterien in der Praxis nicht erfüllen und in der Arbeitslosenstatistik nicht auftauchen.Wer fehlt in der Arbeitslosenstatistik?

      Wer sich nicht zur Arbeitssuche meldet, taucht in der Statistik nicht auf. Gleiches gilt für alle, die nicht mindestens 15 Stunden pro Woche arbeiten könnten oder krankgeschrieben sind. In der Arbeitslosenstatistik fehlen aber vor allem jene, die an Maßnahmen der Arbeitsförderung teilnehmen. Das betrifft die Fort- und Weiterbildung genauso wie Trainings- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen. Auch wer einen Ein-Euro-Job hat, ist offiziell nicht arbeitlsos. Eine Sonderregelung gilt für alle ab 58 Jahren. Wer in diesem Alter mindestens ein Jahr Arbeitslosengeld II (Hartz IV) bezogen, aber kein Job-Angebot bekommen hat, ist laut Statistik nicht arbeitslos. Seit 2009 erfasst die offizielle Arbeitslosenzahl auch diejenigen nicht mehr, mit deren Vermittlung private Anbieter beauftragt sind.

      Wie hoch sind die Arbeitslosenzahlen wirklich?
      Wie viele Jobs in Deutschland fehlen, lässt sich nur schätzen. Das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) addiert zu diesem Zweck die registrierten Arbeitslosen und die so genannte Stille Reserve. Damit meinen die Forscher die Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsförderung sowie all jene, die arbeiten wollen, aber nicht in der Statistik auftauchen. Für 2009 bezifferte das IAB die Stille Reserve auf 1,02 Millionen.

      In eine ähnliche Richtung weist die Arbeitsmarktanalyse des Sachverständigenrats zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Er errechnete für 2009 eine verdeckte Arbeitslosigkeit von 1,56 Millionen Menschen. Darin enthalten sind jene, die an Fortbildungs- und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen teilnehmen. Die Zahl umfasst auch Frührentner bis 65 Jahre sowie Empfänger von Arbeitslosengeld I und II, die lediglich aus Altersgründen oder wegen Krankeit nicht offiziell arbeitslos sind.

      Die Bundesagentur für Arbeit (BA) veröffentlicht neben der Arbeitslosenzahl weitere Werte, um die Lücke fehlender Jobs zu verdeutlichen. Die sogenannte Unterbeschäftigung übersteigt die offizielle Arbeitslosenzahl um etwa eine Million. Sie berücksichtigt auch Teilnehmer an Maßnahmen der Arbeitsmarktpolitik sowie jene, die aus gesundheitlichen Gründen vorübergehend berufsunfähig sind. BA-Chef Frank-Jürgen Weise hält allerdings die Zahl der Arbeitssuchenden für den entscheidenden Wert. Er übertrifft die Unterbeschäftigung um weitere rund 1,5 Millionen. Mitte 2009 galten demnach fast sechs Millionen Menschen in Deutschland als arbeitssuchend. Diese Zahl umfasst auch alle, die sich zwar um einen neuen Job bemühen, aber noch nicht arbeitslos sind. Das sind zum Beispiel Beschäftigte, die nach einer Kündigung noch die letzten Tage oder Wochen arbeiten.

      Ist jeder arbeitlos, der Arbeitslosengeld I oder II bekommt?
      Nein. Nach Angaben der Bundesregierung werden nur etwa drei Viertel der Bezieher von Arbeitslosengeld I als arbeitslos geführt. Beim Arbeitslosengeld II, bekannt als Hartz IV, tauchte 2007 sogar nur knapp die Hälfte der Empfänger in der Arbeitslosenstatistik auf. Der Rest stand dem Arbeitsmarkt aus verschiedenen Gründen formal nicht zur Verfügung oder nahm an einer Fördermaßnahme teil. Eine weitere Gruppe sind Aufstocker. Sie arbeiten zwar mindestens 15 Stunden in der Woche und gelten deshalb nicht als arbeitslos. Weil ihr Einkommen für den Lebensunterhalt aber nicht reicht, bekommen sie zusätzlich Arbeitslosengeld II.

      Was sind saisonbereinigte Zahlen?
      Im Verlauf eines Jahres gibt es ein typisches Auf und Ab der Arbeitslosigkeit. In der Regel steigt die Quote im Winter und fällt in den Sommermonaten. Dafür verantwortlich sind Branchen wie die Bauwirtschaft. Aber auch regelmäßige Termine wie Schulferien beeinflussen die Arbeitslosigkeit. Für diese saisontypischen Schwankungen berechnen die Statistiker Durchschnittswerte. Dieser von Monat zu Monat unterschiedlich ausgeprägte Effekt wird von den Arbeitslosenzahlen abgezogen. Das Ergebnis sind saisonbereinigte Zahlen. Diese eignen sich besser, um den wirklichen Trend auf dem Arbeitsmarkt zu erkennen, der hauptsächlich auf der konjunkturellen Entwicklung basiert.

      Trickst Deutschland stärker als andere Länder?
      Nein. Jedes Land definiert Arbeitslosigkeit anders, aber die deutschen Kriterien sind relativ weit gefasst. Schätzungen zufolge würde sich zum Beispiel die Arbeitslosenquote in den Niederlanden verdoppeln, wenn dort die deutsche Definition gälte.

      Ist die deutsche Arbeitslosenquote international vergleichbar?
      Nein. Für internationale Vergleiche gelten die Kriterien der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Deren Regeln für die Berechnung der nationalen Erwerbslosenquote unterscheiden sich stark von den deutschen Vorgaben. Laut ILO endet Arbeitslosigkeit beispielsweise bereits, wenn jemand mindestens eine Stunde pro Woche arbeitet. Die Zahlen auf Basis dieser Regeln berechnet das Statistische Bundesamt mit Hilfe einer stichprobenartigen Befragung. Die Bundesagentur für Arbeit greift dagegen auf die vollständigen Daten des eigenen Hauses zurück. Die offizielle deutsche Arbeitslosenquote ist in der Regel etwas höher als die ILO-Erwerbslosenquote für Deutschland.

      Welche Arbeitsmarktstatistiken sind wichtig?
      Neben dem monatlichen Arbeitsmarktbericht der Bundesagentur für Arbeit und der Erwerbslosenquote nach ILO-Standard ist die Beschäftigtenstatistik interessant. Sie gibt an, wie viele Menschen erwerbstätig sind. Für 2009 errechnete das Statistische Bundesamt einen Durchschnittswert von 40,15 Millionen.

      Zeigt die Statistik, wie gut Arbeitsmarktpolitik wirkt?
      Der Erfolg oder Misserfolg von Arbeitsmarktreformen lässt sich nicht direkt aus den monatlichen Zahlen ablesen. Einzelauswertungen zu Regionen oder bestimmten Gruppen geben aber oft Hinweise darauf, wo Arbeitsmarktpolitik wirkt und wo nicht. Das gilt besonders, wenn Entwicklungen über einen Zeitraum von mehreren Monaten oder Jahren statistisch untersucht werden.

      Sind aktuelle Arbeitslosenzahlen mit früheren vergleichbar?
      Nicht ohne Weiteres. Trends lassen sich durchaus erkennen. Weil aber die Berechnungsregeln für die Statistiken immer wieder geändert wurden, sind aktuelle Zahlen nicht direkt mit früheren vergleichbar.

      Weiß man, wie viel offene Stellen es gibt?
      Nein. Mehr dazu hier. tagesschau.de/wirtschaft/offenestellen4.html

      Wie viele offene Stellen gibt es?
      Herauszufinden, wie viele Stellen in Deutschland nicht besetzt sind, ist kein leichtes Unterfangen. Denn kein Arbeitgeber ist gezwungen, seine freien Jobs bei der Bundesagentur für Arbeit zu melden. Wenn diese also in ihren Monatsberichten von offenen Stellen spricht, spiegelt das nicht die ganze Wirklichkeit wider.
      Ein Großteil der Stellen wird allerdings der Arbeitsagentur als frei gemeldet. Diese gemeldeten offenen Stellen ergeben die wichtigste Statistik bei den zu vergebenden Jobs. Die Arbeitsagentur unterscheidet dabei vor allem zwischen geförderten und ungeförderten Stellen.

      Wichtigste Statistik: Die "ungeförderten Stellen"
      Die ungeförderten Stellen dokumentieren die tatsächliche Nachfrage am besten, denn vor allem sie bilden die Nachfrage auf dem "ersten Arbeitsmarkt" ab. Diese "normalen" Stellen sind sozialversicherungspflichtige Stellenangebote. Zu ihnen gehören zum Beispiel keine Altersteilzeitstellen und keine Saisonarbeit-Jobs. Im März 2008 waren demnach laut der BA-Statistik 400.000 Stellen nicht besetzt.

      Daneben gibt es noch die offenen Stellen, die von der Arbeitsagentur gefördert werden: Das waren rund 190.000. Zu diesen zählen etwa Arbeitsbeschaffungs-Maßnahmen, vor allem aber die Arbeitsgelegenheiten - auch Ein-Euro-Jobs genannt. Knapp 90 Prozent der geförderten Stellen waren solche Arbeitsgelegenheiten.

      Arbeitsagentur kennt auch nicht gemeldete Stellen
      Insgesamt waren also der BA 590.000 Stellen gemeldet. Bekannt sind ihr allerdings noch mehr. Denn die Arbeitsagentur zählt unter anderem auch offene Stellen aus ihrer eigenen sowie privaten Jobbörsen im Internet und schickt zudem "Job-Roboter" durch das Netz. Auf diese Weise kommen noch einmal mehrere hunderttausend offene Arbeitsplätze dazu. Derzeit weiß die BA damit von knapp 1,1 Millionen Jobs, die zu haben sind.

      Die wirklichen Verhältnisse trifft das immer noch nicht. Vierteljährlich befragt daher die BA eine Reihe von Betrieben und rechnet hoch. Dabei kommen immer noch zahlreiche Stellen hinzu. Für 2008 liegen noch keine Ergebnisse vor. Nach den letzten Untersuchungen im Herbst 2007 lag das so genannte gesamtwirtschaftliche Stellenangebot damals bei etwas über 1,2 Millionen offenen Stellen.

      Auf den Trend kommt es an
      Wie so oft bei der Statistik ist allerdings der Trend wichtiger als die absoluten Zahlen. Die Bundesagentur ermittelt dazu einen so genannten Stellenindex. Dieser Index legte auch Anfang dieses Jahres weiter zu, allerdings nicht mehr so stark wie in den vergangenen Monaten. Herauslesen lässt sich aus den einzelnen Werten auch, dass vor allem gut und hoch qualifizierte Mitarbeiter gesucht werden.
    • Als ich angefangen habe als Versicherungsvertreter zu arbeiten, war die Kommunikation mit den Kunden mein größtes Problem. Ich hatte einfach Probleme Gespräche zu führen, da ich dies von meinen früheren Jobs nicht gewohnt war. Ich habe mich jeden Morgen, wenn ich zur Arbeit musste, schlecht gefühlt. Am Anfang habe ich auch ein paar Mal darüber nachgedacht alles hinzuschmeißen und wieder in meinen alten, schlecht bezahlten, Jon zurückzukehren.
      Zu Glück konnte ich das Problem aber durch ein intensives Kommunikation Training lösen. Mein Arbeitgeber hat mir dazu geraten, wofür ich ihm noch immer sehr dankbar bin.
      Weiterbildung ist in jedem Job wichtig und man muss sich halt auch ein bisschen Mühe geben, um sein Ziel zu erreichen.
      Viele Grüße
    • Hallo,
      als Arbeitgeber hat man es aber heutzutage auch nicht unbedingt einfach einen guten Angestellten zu finden, vor allem wenn es sich um eine verantwortungsvolle Position handelt.
      Wir haben bei uns im Unternehmen vor einigen Monaten einen kompetenten Ingenieur gesucht und uns entschieden mit dieser meyconsulting.de/personalberatung-berlin/ Personalvermittlung und Personalberatung aus Berlin zusammenzuarbeiten, um einfach sicher zu sein, dass wir einen guten Ingenieur finden.
      Es ist aber auch viel einfacher, denn die Vermittlung macht die ganze Arbeit, man bekommt am Ende nur die besten Bewerber präsentiert und lädt, wen man möchte zum Bewerbungsgespräch ein.
      Für Arbeitgeber ist so eine Methode wirklich empfehlenswert.
      LG